Vier-Sterne-Hotelprojekt: Warten auf die Einigung. Hotelprojekt in Mistelbach: Investor Pichler soll wieder an den Verhandlungstisch zurück.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 18. Mai 2021 (18:16)
Nach dem verkündeten Aus für das Wellnesshotel-Projekt in den Wein- bergen über Mistelbach laufen jetzt Hintergrundgespräche, um Investor Franz Pichler doch wieder an den Verhandlungstisch zu bekommen. Mit Adaptierung bei den Plänen sei eine Umsetzung machbar, sagen Insider.
spusu Life Resort, spusu Life Resort

„Die Hand der Stadtgemeinde bleibt ausgestreckt“, sagt Bürgermeister Erich Stubenvoll (ÖVP): „Das spusu-Hotel ist und bleibt eine große Chance für das ganze Weinviertel.“ Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung ließ er keinen Zweifel daran, dass die Stadt an das Projekt große Hoffnungen knüpft.

In der Vorwoche hatte Investor Franz Pichler allerdings für alle Seiten überraschend das Aus für das Vier-Sterne-Wellness-Hotel in den Weingärten hinter der Landwirtschaftlichen Fachschule erklärt, nachdem die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) dem Projekt eine Abfuhr erteilt hatte. Die ist aber notwendig, um an Förderungen des Landes zu kommen.

Mittlerweile sollen Hintergrundgespräche geführt werden, um die Pichlers wieder an den Verhandlungstisch zu bekommen: Mit leichten Adaptionen des Hotelprojektes sei möglicherweise eine positive Beurteilung durch die ÖHT doch möglich, sagen Insider. Es sei selten der Fall, dass touristische Projekte vom Fleck weg und auf Anhieb von allen Seiten akzeptiert würden.

„Das ist eine Chance, die man nicht so einfach ziehen lassen soll“, findet auch Stubenvoll.

Eigentlich sollte in der Gemeinderatssitzung der Grundkauf abgewickelt werden: Die Fachschule hätte der Stadt die zwei Hektar verkauft. „Wenn es eine Einigung gibt, werden wir einen Sondergemeinderat für die nötigen Beschlüsse einberufen“, sagt Stubenvoll. Derzeit seien aber noch zu viele Fragen offen.

Projektbetreiber Franz Pichler wollte sich auf NÖN-Anfrage nicht zum aktuellen Projektstand äußern: „Wir melden uns, wenn wir genauere Infos haben.“