Zehn Meter hohe Häuser: Anrainer äußern Bedenken. Umwidmung in der Waldstraße wurde vorerst auf den Herbst vertagt.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 17. Juli 2019 (04:56)
Michael Pfabigan
In der Waldstraße soll die Bebauungshöhe geändert werden, damit ein mehrstöckiges Wohnungsobjekt errichtet werden kann. Nicht alle Anrainer sind damit glücklich.

Bevor es eine Beschlussfassung geben wird, werden die Anrainer noch einmal eingehend informiert: Der Gemeinderat beriet die Änderung des Raumordnungsprogrammes und des Bebauungsplanes, unter anderem zwischen Waldstraße und Winzerschulgasse. Hier soll die Widmung insofern geändert werden, dass sich verdichteter Wohnbau ausgeht.

Nach Einwänden der Nachbarn wurde der Beschluss auf die Herbst-Sitzung vertagt, zusätzlich soll es noch eine Anrainerinfo-Veranstaltung geben.

„Es gibt von den Anrainern Bedenken wegen der Bauhöhe von zehn Metern“, berichtet der für Raumordnung zuständige Vizebürgermeister Christian Balon (ÖVP): „Grundsätzlich bekennen sich die Anrainer aber zur Notwendigkeit der Innenraumverdichtung“, hier gebe es keine Einwände. Wobei die zehn Meter Bauhöhe nicht in Stein gemeißelt ist: „Auch acht Meter sind hier denkbar“, sagt Balon. Das wäre so, wie bei den anderen Nachbarn auch.

Warum so hoch? Damit sich eine entsprechende Bebauungsdichte ausgeht, um die zwei Grundstücke, auf denen eine Wohnhausanlage entstehen soll, effizient zu nutzen.

Im August werden Fragen besprochen

Ganz so entspannt sieht das ein Anrainer nicht: „Einwände gab es auch gegen die unüblich hohe Geschoßzahl“, sagt er. Hauptkritikpunkt: „Vielen Anrainern stößt auf, dass sie im Vorfeld nicht informiert wurden“, sagt der Anrainer. Wenn die Gemeinde jetzt behaupte, dass man „nochmals informiert“, dann sei das ein Affront gegenüber den Anrainern, findet ein direkter Nachbar: „Ja, wir sind für sinnvolle Innenraumverdichtung. Aber wir sind gegen eine unverhältnismäßige Bauhöhe und Baudichte, nur um den Profit der Wohnbaufirma zu maximieren.“

Im August soll es jetzt nochmals eine Information für die Anrainer geben, in der letzte offene Fragen gemeinsam besprochen und ausgeräumt werden sollen. Hofft zumindest die Gemeinde.

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