Podiumsdiskussion in Poysdorf: „Wer braucht Europa?“. Schüler stellten Fragen an EU-Abgeordneten

Von Werner Kraus. Erstellt am 27. November 2018 (10:17)

„Wer braucht Europa und was bringt Europa den Poysdorfern?“ Diese Frage stellten Schüler aus der NÖ Mittelschule Poysdorf bei einer Podiumsdiskussion mit dem EU-Abgeordneten Lukas Mandl im Poysdorfer Reichensteinhof.

Die Schüler präsentierten die geschichtliche Entwicklung und auch die Organe der EU. Direktorin Renate Schodl dankte den Schülern und Lehrkräften, allen voran Martina Schreiber, für die Organisation des Abends. Die Schulband, unter der Leitung von Maria Hirtl, hatte die NÖ Landeshymne ebenso wie die Europahymne in ihrem Programm.

EU-Gemeinderat Jochen Glanznig leitete die Podiumsdiskussion mit der Studentin Victoria Schreiber, Bildungsmanagerin Brigitte Ribisch, dem Außenhandelskaufmann Werner Handle, dem EU-Abgeordneten Mandl, Bürgermeister Thomas Grießl, Gesundheitsexperten Johannes Rieder und Landeskammerrat Roman Bayer.

Schreiber zeigte auf, dass es für Studenten heute sehr einfach ist, in verschiedenen Ländern zu studieren. Handle, der als Außenhandelskaufmann früher von den innereuropäischen Grenzen profitierte und eigentlich seine Geschäftsgrundlage durch die Vereinigung verlor, ist trotzdem ein glühender Europäer: „Das Leben bringt einfach Veränderungen und so orientieren wir uns heute in Richtung China“, merkte Handle an.
„Heute wird verhandelt, nicht Krieg geführt“

Landeskammerrat Bayer betonte, dass für die kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft die europäischen Ausgleichszahlungen einen sehr guten Ausgleich bilden. Bürgermeister Grießl erklärte, dass auch die Weinviertelautobahn ein europäisches Projekt ist. „Es gab in Europa noch nie so lange Frieden wie heute“, zeigte Ribisch den Schülern. „Weil wir heute verhandeln und nicht Krieg führen“, ergänzte EU-Abgeordneter Lukas Mandl.