Klinik Mistelbach: Neue Diagnosemöglichkeit in der Leberambulanz

Erstellt am 12. August 2022 | 09:20
Lesezeit: 2 Min
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Ärztlicher Direktor Christian Cebulla und Primar Peter Mikosch mit dem neuen Ultraschallgerät.
Foto: Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf
Die Leberambulanz der II. Med. Abteilung des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf betreut jährlich rund 800 Patienten. In der Ambulanz wird das gesamte Spektrum von Lebererkrankungen abgeklärt und therapiert. Seit kurzem gibt es nun ein Ultraschallgerät der neuesten Generation mit der Funktion einer Elastographie.
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Mit dem neuen Ultraschallgerät und der Elastographie besteht nun die Möglichkeit, den Grad der Fibrosierung (Bindegewebsvermehrung) als auch den Grad der Leberverfettung zu bestimmen. Wichtig ist die Messung dieser Werte vor allem für die Einschätzung, wie weit Lebererkrankungen (z.B. Leberzirrhose, Fettleber) schon fortgeschritten sind. Danach richtet sich das Maß der erforderlichen Therapiemaßnahmen aus.

Die Messung von Fibrosierung und Fettgehalt der Leber erfolgt bei der Elastographie schmerzlos. Nach Durchführung eines normalen Ultraschalls wird ein homogen strukturiertes Leberareal bestimmt und über diesem Areal werden zehn Einzelmessungen von Fibrosegrad bzw. Fettgehalt durchgeführt. Die Untersuchung kann innerhalb von etwa zehn bis 15 Minuten durchgeführt werden und ist für die Patientin bzw. den Patienten nicht belastend. Bislang konnten diese Informationen zu einer exakten Bestimmung von Fibrosierung und Verfettung der Leber nur über eine Leberbiopsie gewonnen werden.

„Durch konsequente Investitionen in neueste Medizintechnik stellen wir für unsere Patientinnen und Patienten eine Versorgung auf höchstem Niveau sicher. Ich freue mich sehr, dass uns nun ein Ultraschall der neusten Generation zur Verfügung steht. Hervorzuheben ist, dass die Elastographie ambulant durchgeführt wird. Dies stellt vor allem für unsere Patientinnen und Patienten einen positiven Effekt dar“, freut sich der ärztliche Direktor des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf Christian Cebulla.

Primar Peter Mikosch, Leiter der II. Med. Ambulanz sieht wichtige positive Effekte durch die Einführung der Elastographie für die Abteilung: „Die Möglichkeiten der Betreuung unsere Leberpatienten hat sich mit der Einführung der Elastographie deutlich verbessert. Wir können nun unseren Patientinnen und Patienten eine rasch durchführbare, ambulante und auch komplikationslose Diagnosemöglichkeit zu vielen Lebererkrankungen anbieten.“

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