„The Show must go on“ auf der Felsenbühne Staatz. Statt des Musicals „Sister Act“ gab es heuer auf der Felsenbühne coronabedingt die Musical-Show „The Show must go on“ – ein gelungener Ersatz.

Von Jennifer Heß. Erstellt am 27. Juli 2021 (12:21)

„Es treibt mir fast die Tränen der Rührung ins Auge, wirklich. Es ist so schön, dass Sie wieder da sind“, mit diesen Worten begrüßte Werner Auer, Intendant und Gesamtleiter der Felsenbühne Staatz, das Publikum der Musicalshow „The Show must go on“ bei der Premiere am 23. Juli .

Ursprünglich war das Musical „Sister Act“ geplant, welches bereits von 2020 auf 2021 verschoben wurde, jedoch wurde die anfängliche Euphorie wieder rasch gedämpft, als der dritte Lockdown kam. Unter welchen Bedingungen im Sommer gespielt werden darf war nach wie vor unsicher. Somit entstand im März die Idee, ein Ersatzprogramm zu entwickeln, welches unter den geltenden Sicherheitsmaßnahmen und Vorgaben umsetzbar sein würde. Eine Verringerung der Sitzplätze um 50 Prozent auf den Tribünen sowie die

Einhaltung von diversen Mindestabständen wären bei einer nahezu ausverkauften Show wie „Sister Act“ nicht möglich gewesen.
Trotz des bereits weggefallenen Mindestabstandes hat sich Auer dafür entschieden, die Vorgaben freiwillig beizubehalten, da er die Besucher nicht von einem Tag auf den anderen wieder dicht nebeneinander auf die Tribüne setzen will und da man aufgrund der aktuellen Entwicklung nicht ausschließen kann, dass es wieder zu Reduktionen der Besucheranzahl kommen könnte. Somit bleibt die Aufführung des Musicals diesen Sommer sicherheitshalber noch ein wenig „auf Abstand“.

„The Show Must Go On“ ist ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm mit den größten Hits und den bewegendsten Szenen der beliebtesten Musicals. Die Genres reichen von tragisch bis dramatisch, von heiter bis unterhaltsam, von Solosongs bis zu großen Ensemblenummern. Nach 1,5 Jahren „Berufsverbot“, war die Stimmung, das Verlangen, endlich wieder vor Publikum spielen zu dürfen, enorm. „Es ist schön, dass Sie heute da sind und dass Sie gemeinsam mit uns wieder die Kultur zum Leben bringen“, so Werner Auer. Insgesamt besteht das Musicalteam aus 20 Darstellern, 25 Orchestermusikern unter der Leitung von Gregor Sommer und vielen fleißigen Helfern. Der ganze Ort hilft zusammen von den Kostümen, über die Requisiten bis hin zur Gastronomie. Bei den Aufführungen auf der Felsenbühne werden Jahr für Jahr viele Aufgaben von den Einheimischen in der Freizeit übernommen – manche nehmen sich einen „Felsenbühnen-Urlaub“.

Eichtinger: „Schön, wieder da zu sein“

In Vertretung der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner begrüßte Landesrat Martin Eichtinger die Besucher auf einer der ältesten und erfolgreichsten Open-Air Bühnen in ganz Österreich: „Schön, dass wir wieder da sein können, schön dass es einen solchen Abend geben kann. Wir haben alle in den letzten Monaten sehr gelitten.“ Unter 1500 Veranstaltungen in diesem Sommer spiele Staatz eine ganz besondere Rolle als absolutes Aushängeschild des Theaterfests. „Die Kultur beginnt im Herzen jedes einzelnen Menschen, hat Nestroy gesagt und das spürt man hier in Staatz so richtig“, sagte Eichtinger.

Die Premiere lief heuer jedoch etwas anders ab als sonst, da kein Stück aufgeführt wurde, sondern eine Gala, eine Musical-Show, eine Revue mit imposanten Lichteffekten. Auch die Premierenparty ist aufgrund der Corona-Pandemie ins Wasser gefallen.

Werner Auer rechnet im Sommer 2022 wieder mit Aufführungen, wie wir sie von früher kennen.