Näher zum Publikum. Das Bühnenbild verwandelt sich für „West Side Story“ von der Märchenburg des Biests zum New York der 50er Jahre.

Von Ingrid Fröschl-Wendt. Erstellt am 25. Juni 2014 (08:51)
NOEN, Fröschl-W.
Das Bühnenbauteam der Felsenbühne Staatz kann auf seine bisherigen Leistungen an der neuen Kulisse stolz sein: Helmut Obermayr, Gerhard Leitner, Erich Fröhlich, Leiter Franz „Jack“ Hamal, Josef Schreiber und nicht im Bild: Obmann Herbert Fröschl, Gerhard Schuster und Günter Schneider.
Die Zeitreisen, die das Bühnenbauteam der Felsenbühne Staatz jedes Jahr im Frühjahr durchmachen muss, sind gewaltig. Auch heuer wieder: aus der Märchenburg des Biests entstehen seit dem zeitigen Frühjahr New Yorker Hinterhöfe der 50er Jahre. Kommt doch nun nach dem Märchenstoff Leonard Bernsteins „West Side Story“ auf die Open Air Bühne.

Das bedeutet zum einen, dass die gesamte Burgfassade - das sind rund 400 m Fläche - entfernt werden und durch einen Dekor von rohen Ziegelwänden ersetzt werden muss. Dazu kommen weitere Versatzstücke um einen authentischen Eindruck zu gewinnen, wie Feuerleitern und Metallgänge entlang der Fassaden.

Platz für die Sänger und Tänzer

Heuer wurden außerdem Adaptierungen an der Bühne vorgenommen, um dem Publikum im wahrsten Sinne des Wortes näher zu kommen: So wurde die Hauptbühne um fünf Meter nach vorne verlängert und auch die Ebene im ersten Stock wurde um drei Meter nach vorne gezogen. Das gibt mehr Platz für die Sänger und Tänzer, sie kommen damit auch dem Publikum um einiges entgegen.

Ein linker Flügel der Bühne wurde um ein Stück nach hinten versetzt, um davor ebenfalls mehr Raum zu bekommen und dem linken Zuschauerflügel eine bessere Sicht auf die Hauptbühne zu ermöglichen.

Doch das Bühnenbauteam rund um Franz „Jack“ Hamal arbeitet daneben auch stets an der Verbesserung der Infrastruktur, die von den Zuschauern gar nicht bemerkt wird: wie einem neuen „Haus“ für die immer größere Zahl an Requisiten oder der Erneuerung der Sanitäranlagen für die Darsteller. Denn auch, wenn man es von den Zuseherrängen nicht sieht, hinter der Bühne hat sich schon fast ein kleines Dorf entwickelt.