Hegeschau: Sorgen um Niederwild . Im Holzer-Saal trafen sich Jäger und Jagdliebhaber, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken: Die Quote der Feldhasen sank um 50 Prozent, der Rehwildbestand blieb gleich.

Von Josef Christelli. Erstellt am 15. März 2017 (15:15)

Bei der Hegeschau des Hegeringes Kreuzstetten im Gasthaus Holzer, die von der Jagdhornbläsergruppe Kreuttal musikalisch umrahmt wurde, zeigten Hegeringleiter Lambert Strobl und Bezirksjägermeister Gottfried Klinghofer die eklatanten Sorgen um das Niederwild auf.

Bei den Feldhasen ist die Quote gegenüber dem Vorjahr um beachtliche 50 Prozent gesunken, beim Fasan um 35 Prozent. Klinghofer appellierte an die Jäger im voll besetzten Holzer-Saal, Biotope für das Niederwild zu schaffen, um jagdbare Besätze zu erzielen.

Nachdenklich sagte der bezirksoberste Jäger: „Heute werden im Land NÖ 45.000 Hasen erlegt, das war vor 10 Jahren noch die Gesamtstrecke unseres Bezirkes. Genauso beim Fasan. Vor 10 Jahren wurden im Bezirk Mistelbach noch 23.000 Stück erlegt, das ist heute die Strecke im ganzen Land.“

Raubwild intensiv bejagt

Raubwild wird in den zehn Jagdgebieten intensiv bejagt. 60 Füchse (1915 noch 73) und 40 Marder sowie insgesamt 175 Stück Raubwild wurden zur Strecke gebracht.

„Der Rehwildbestand ist gleichbleibend“, so der Hegeringleiter Lambert Strobl, obwohl diesmal innerhalb des Genossenschaftsjagdgebietes Niederkreuzstetten von der Reviergrenze Hautzendorf bis Neubau 23 Tiere durch Verkehrsteilnehmer starben, 2015 waren es 16 Stück. Jetzt will die Jagdgenossenschaft Maßnahmen setzen, um die Wildunfälle zu verringern.

In Anbetracht der Jagdhornbläsergruppe Kreuttal mit vielen jungen Musikern hob Klinghofer hervor, dass es im Bezirk Mistelbach 17 gemeldete Jagdhornbläsergruppen gibt und Mistelbach damit im Land NÖ die Spitze ist, nur der Bezirk Amstetten hat noch mehr.

In Bezug auf Schaffung von Biotopen hat Klinghofer auf „Wild-Ökoland-Aktion“ hingewiesen: „Der NÖ Landesjagdverband und die EVN zahlen Pflanzmaterial, die Jäger müssten diese nur selber setzen“, so Klinghofer zur NÖN.

Hegeringleiter Strobl bedankte sich beim örtlichen Jagdleiter Gerold Meisel für die Organisation der Hegeschau.