Neudorf bei Staatz

Erstellt am 18. Januar 2017, 05:01

von Ingrid Fröschl-Wendt

„Gemeinde steht auf der Bremse“. Die Ortseinfahrt muss entschleunigt werden. SPÖ fordert Gemeinde auf, endlich zu handeln.

Die Stöckchen an der südlichen Einfahrt von Neudorf sollen die von Waismayer gedachte Verkehrsinsel zeigen.  |  Ingrid Fröschl-Wendt

Die südliche Einfahrt von Neudorf verleitet zum Schnellfahren: Schnurgerade zieht sich die Landstraße vom Staatzer Bahnhof einige Kilometer, um ungehindert von Kurven in den Ort zu münden. Doch genau hier entsteht vis-a-vis der schon älteren Siedlung die neue Siedlungserweiterung. Daher sollten die von Richtung Staatz einfahrenden Pkw abgebremst werden. Am besten mit einer Verkehrsinsel. Doch so etwas ist teuer.

Am intensivsten bewirbt diese Idee derzeit SPÖ-Gemeinderat Franz Waismayer. Nach Ansicht der ÖVP-Gemeinderegierung stelle er sich eine Umsetzung jedoch leichter vor, als sie sei. Auf jeden Fall hat Waismayer schon einmal auf den Feldern den neuen Straßenverlauf ausgesteckt. Mit den Grundstücksbesitzern hat er auch bereits gesprochen.

Ideen habe ich auch genug. Aber was wirklich Arbeit ist, das ist die Umsetzung.“

Stephan Gartner, VP-Vizebürgermeister

Und nun möchte der SPÖ-Vertreter einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates. Doch der ÖVP ist die Geschichte noch viel zu unausgegoren. Die von Waismayer vermuteten Kosten von 20.000 bis 30.000 Euro hält die ÖVP für völlig unrealistisch. VP-Vizebürgermeister Stephan Gartner setzt die Kosten eher bei 100.000 Euro an. Schließlich gehört zu einer Verkehrsinsel neben Straßenbaumaßnahmen ja auch noch Infrastruktur wie Strom für eine Beleuchtung.

Gartner wünscht sich von Waismayer daher erst eine realistische Auflistung aller Kosten und eine Finanzierungslösung. Dann könne man auch ernsthaft im Gemeinderat darüber diskutieren. Vorher sei alles nur Spekulation. Für Waismayer liegt der Ball allerdings nun bei der Gemeinde, die solle sich um die weitere Vorgehensweise kümmern. Und klagt: „Die Gemeinderegierung steht in der Sache auf der Bremse.“

Gartner betont jedoch: „Wenn wir die Arbeit haben, dann ist es aber auch das Projekt der ÖVP. Ideen habe ich auch genug. Aber was wirklich Arbeit ist, das ist die Umsetzung.“ Es sei leicht, nur zu fordern. „Wenn Waismayer ein verhandlungsfähiges Projekt am Tisch hat, dann können wir darüber reden“, so Gartner.