LAK Mistelbach: „Sind jetzt angekommen!“. Die Landarbeiterkammer Mistelbach ist in einen topmodernen Standort in der Hafnerstraße übersiedelt.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 21. Juli 2021 (05:31)

Ein schöneres Geschenk hätte sich die NÖ Landarbeiterkammer (LAK) nicht machen können: Nach den kürzlich neu gestalteten LAK-Standorten in Horn und Gänserndorf hat man nun auch im Mistelbacher Zentrum einen neuen, modernen Standort verwirklicht. In ehemaligen Geschäftsräumen in der Hafnerstraße wurden in bester Lage die Büroräume gestaltet.

Das Prunkstück ist jedoch ein eigener Schulungsraum. Für die Eröffnung wurde ein besonderer Tag gewählt: Am 14. Juli 1951 fand die Gründungssitzung der LAK statt, 70 Jahre später wurde die neue Geschäftsstelle in Mistelbach eröffnet.

„Jetzt sind wir im Weinviertel angekommen!“ freute sich NÖ LAK-Präsident Andreas Freistetter bei der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten. „So stellen wir uns einen modernen Service für unsere Mitglieder vor. Und das auch, wenn die Kollegen häufiger bei den Mitgliedern vor Ort als im Büro sind, um sie optimal sozialpartnerschaftlich vertreten zu können.“

Denn gerade in Niederösterreich, wo einerseits die Gartenkultur hochgehalten werde, andererseits aber auch der landwirtschaftliche Sektor noch eine große Rolle spiele, sei eine entsprechende Arbeitervertretung unentbehrlich.

Beschäftigung in Landwirtschaft steigt

„Nachdem die Zahl der Arbeitskräfte jahrzehntelang zurückging, ist in den letzten Jahren eine Trendumkehr zu kontinuierlich steigenden Beschäftigtenzahlen in der Land- und Forstwirtschaft eingetreten“, weiß Freistetter. Viele bäuerliche Höfe seien durch Wachstum und neue Konzepte - wie Direktvermarktung - zu Klein- und Mittelbetrieben geworden. Dementsprechend ist auch die Nachfrage nach Fachkräften gestiegen. Derzeit zählt die LAK im Bezirk rund 2.400 Mitglieder.

Landtagspräsident Karl Wilfing machte die Bedeutung der LAK bewusst: „Ihr begleitet eure Mitglieder durch ihr ganzes Leben, bis hin zu Zuschüssen. Danke, dass ihr euch dieses Geburtstagsgeschenk für uns gemacht habt!“

Seinem Vorgänger Edmund Freibauer, der selbst in einer Landarbeiter-Familie aufgewachsen ist und den im Laufe seiner Politik-Karriere viele Kontakte mit der LAK verbunden haben, ist die Kammer „ans Herz gewachsen“: „Das ist eine kleine, aber vife Kammer“, ist er ein Fan. Für Bürgermeister Erich Stubenvoll ist die neue Geschäftsstelle ein Gewinn für die Innenstadt: „Wir haben eine große Freude mit der Umsiedelung. Auf eine gute Zusammenarbeit!“