Wolkersdorf im Weinviertel

Erstellt am 17. Januar 2017, 08:59

von Isabella Eisnecker

Reflexion und Zukunftsgedanken in Wolkersdorf.

„2016 war ereignisreich und aufwühlend. Vor allem in Zeiten der Globalisierung sehnt man sich nach Stabilität. Man fühlt sich entwurzelt und allein gelassen. Hier braucht man Gemeinden mehr denn je“, so lauten die einleitenden Worte der Bürgermeisterin Anna Steindl beim Neujahrsempfang im Pfarrzentrum Wolkersdorf am 12. Jänner.
„Auch die Polarisierung nimmt zu, die Gräben werden tiefer, die Töne schärfer. Aber je mehr die Gemeinde droht auseinanderzudriften, desto mehr muss sie zusammenstehen.“

„Die Gemeinde muss zusammenhalten!“

Wolkersdorfs Bürgermeisterin Anna Steindl

Ein wichtiges Thema der Rede war ebenso die Raumordnung in Wolkersdorf. „Wir wollen nicht, dass die Stadt zu rasch wächst, dies wäre eine zu große Herausforderung“, betont die Bürgermeisterin.
Man wird sehr wohl Weichen für das Städtewachstum stellen, jedoch möchte man durchaus bei zehn Prozent in zehn Jahren bleiben. Dringend notwendig wäre momentan leistbares Wohnen.

Kontakt zu Bürgern bleibt das Wichtigste

Auch das Zeitalter der Digitalisierung zieht an der Gemeinde Wolkersdorf nicht vorüber: „Es werden hier Projekte entwickelt, die den Aufwand reduzieren, jedoch bleibt der Kontakt zu den Bürgern das Wichtigste. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Wir müssen darauf achten, dass die Hierarchie stimmt“, erklärt die Bürgermeisterin.

Dies wären solche Projekte wie die Bürgermeisterin-App, in der man direkt Vorschläge einbringen kann. Eine weitere Idee: QR-Codes an Straßenschildern anbringen, um die Geschichte der Straße auf spannendem Wege erfahren zu können.

Abschließend berichtet Bürgermeisterin Anna Steindl über die baldige Halbzeit ihrer Amtszeit: „Man braucht für diesen Beruf einen breiten Buckel, man muss lernen, mit Konflikten umzugehen, man darf seine positiven Emotionen nicht verlieren. Ich bin voller Zuversicht und bedaure keinen Tag im letzten Jahr.“

Lob für große Herzen

Der Neujahrsempfang wurde auch dazu genutzt, die Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe in Wolkersdorf zu loben. Durch die Bereitstellung der Halle 18 war es möglich, 50 Flüchtlinge in dem Notquartier aufzunehmen. Durch private Quartiere konnte man dies auf 180 erhöhen.

Doch die Bereitstellung von Schlaf- und Wohnplätzen war noch nicht alles: Man bot Hilfestellungen bei verwaltungstechnischen, beruflichen und privaten Ereignissen. Bürgermeisterin Anna Steindl und Vizebürgermeisterin Andrea Stöger-Wastell sind stolz auf die Zusammenarbeit.

Auch in anderen Bereichen gab es Lob: Bürgermeister außer Dienst Norbert Heurteur bekam die Ehrenbürgerschaft verliehen, Johannes Friedschröder den Ehrenring. Ehrenzeichen in Gold erhielten Kurt Batoha, Erich Stidl, Oliver Eisenhöld, Manfred Stich, Martin Neid, Franz Gadinger, Peter Beninger, Johann Mauser, Wolfgang Unger, Johann Ebner und Wolfgang Ströbl. Das Ehrenzeichen in Silber erhielt Renate Jaros.

Als Programmpunkt des Abends trat das offizielle Cheerdance Team des American Football Vereines Danube Dragons auf und sorgte für tolle Stimmung im Saal.