Nicht mehr zeitgemäß. Neubau beschlossen / Der Sportclub bekommt ein neues Klubhaus, die Gemeinde wird sich mit maximal 300.000 Euro beteiligen.

Von Josef Christelli. Erstellt am 02. Juli 2014 (08:36)
Unstimmigkeiten bei der Gemeinderatssitzung in Ladendorf. Danach aber gratulierten Bürgermeister Matzinger, Vizebürgermeister Peter Himmer, Heinz Schwarzmann (SPÖ), Manfred Gail (FPÖ) und Magdalena Frey (Grüne) dem geschäftsführenden Gemeinderat Erich Zeiler (ÖVP) zu seinem 50. Geburtstag, den er im Juli feiert.
NOEN, Josef Christelli
Der Sportclub Ladendorf muss ein neues Klubhaus bauen. Der Kabinentrakt ist veraltet, viel zu klein, feucht, die Duschen vom Schimmelpilz befallen - ganz einfach nicht mehr heutiger Standard: „Laut Fußballverband ist auch die gemeinsame Nutzung der WCs von Spielern und Zuschauern nicht mehr zugelassen. Die Schiedsrichter müssen dafür durch die Zuschauer gehen, außerdem sind ja auch schon Frauen als Referees im Amt“, erklärte Bürgermeister Othmar Matzinger (ÖVP) dem Gemeinderat die Situation rund um einen Neubau.

SPÖ-Gemeinderat Markus Hemerka brachte vor der Sitzung einen Dringlichkeitsantrag ein, in dem er den Bau eines neuen Sportzentrums mit Fußball- und Tennisplatz und auch sonstige Möglichkeiten wie Spielplatz und Mehrzweckplatz fordert. Hemerkas Antrag wurde diskutiert, ist aber laut Gemeindechef Matzinger aus finanziellen Gründen nicht machbar, außerdem wäre auch die Beschaffung eines dafür geeigneten Grundstückes problematisch bis unmöglich.

100.000 Euro will Sportclub selbst aufbringen

Einige Begehungen und Besichtigungen hat Bürgermeister Matzinger mit dem Sportclub-Vorstand und Vertretern des Fußballverbandes schon hinter sich. Mit der Planung liegt auch eine Grobkostenschätzung in der Höhe von 781.000 Euro vor, die auf 700.000 Euro abgespeckt werden soll.

100.000 Euro will der Sportclub selbst aufbringen, für zwei Mal 150.000 Euro hat Matzinger die Zusage vom Land NÖ, die Gemeinde Ladendorf wird 2015 und 2016 maximal je 150.000 Euro aufbringen müssen. Matzinger hat den Beschlusstext ausdrücklich so formuliert, dass die Gemeinde zweimal 150.000 Euro maximal finanzieren wird.

Grüne-Gemeinderätin Magdalena Frey forderte, dass der Verein für andere Gruppen auch offen ist. Die beiden FPÖ-Gemeinderäte Manfred Gail und Karl Schwab stimmten dagegen: „Es soll eine ordentliche Ausschreibung gemacht werden, nicht mit einer Grobkostenschätzung gebaut werden“, wetterte Gail und verwies auf das Dorf-und Feuerwehrhaus Garmanns, wo die Kosten beim Bau weit überzogen wurden. „Ich hätte mir mindestens drei Kostenvoranschläge gewünscht, wo der Best- und Billigstanbieter den Auftrag bekommen hätte!“, so FPÖ-Gemeinderat Manfred Gail im O-Ton.