Ehrgeiziges Programm für Kultursalon 2021. Der im Oktober feierlich eröffnete Festsaal in Niederleis soll bald bespielt werden.

Von Carmen Gmeinböck. Erstellt am 04. Februar 2021 (04:16)
Das Künstlerpaar Claudia Guarín und Dolphi Danninger kann es kaum erwarten, musikbegeisterten Besuchern der Region die Pforten ihres Kultursalons Niederleis zu öffnen. :
Carmen Gmeinböck

„Heuer können wir, dank des Neubaus unser Angebot auf zwölf Konzerte verdoppeln“, verrät Dolphi Danninger, Architekt des Kultursalons Niederleis und begeisterter Dramaturg des Kunstprogramms. „Unser Anspruch ist weiterhin, bei freiem Eintritt ganzjährig Kulturgenuss auf hohem Niveau zu bieten und diesen für alle zugänglich zu machen“.

Das Programm umfasse unter anderem ein Osterkonzert, ein Frühlingskonzert, ein Sommerkonzert „Neapolitanischer Abend“ und ein Kammerkonzert im Herbst.      Hervorzuheben wären zwei Kinderkonzerte, die für Juni und Oktober geplant sind, um auch den Nachwuchs auf seine Kosten kommen zu lassen. Denn gerade das frühe Vertrautwerden mit klassischer Musik ist überaus wichtig für die Jüngsten und kann durchaus die Weichen in einem Leben stellen. So erinnert sich Claudia Guarín gerne und emotional an ihren allerersten Kontakt mit der Musik in ihrem Heimatland Kolumbien, der sie so nachhaltig beeindruckte, dass sie ihr späteres Leben der Musik widmete.

Die Sopranistin tritt bei fast allen Konzerten selbst auf, im Zusammenspiel mit anderen namhaften Künstlern vom Niveau der Philharmoniker oder Symphoniker. Die erstklassigen Musiker unterstützen das Projekt, indem sie auf einen Teil ihrer gewohnten Gage verzichten. Das Projekt, das eine Herzensangelegenheit des Künstlerpaars ist, finanziert sich durch private Spenden, Fördergeber und Stifter. Bereits ab einem Beitrag von 150 Euro pro Saison hat man sich zwei Sitzplätze für sechs Konzerte gesichert. 

„Aufgrund der aktuellen Situation mussten wir das Neujahrskonzert absagen. Wir würden uns sehr freuen, dürften wir das für 20. Februar geplante Karnevalskonzert stattfinden lassen“, hofft Danninger, früher Stadtbewohner und jetzt samt Familie passionierter Landbewohner. Ob sich dieser Wunsch realisieren lässt, bleibt aufgrund der für den Kulturbereich herausfordernden Lage abzuwarten.