FF-Bezirksbewerbe: Nahe an den Bestmarken. Doppelsieg für Kottingneusiedl, Siege für Oberkreuzstetten und Wildendürnbach.

Von Claudia Mimlich und Michael Pfabigan. Erstellt am 25. Juni 2019 (15:34)
Josef Habitzl
Siegerehrung bei den Bezirksfeuerwehrbewerben in Niederleis: Die besten Wettkampfteams bekamen Auszeichnungen für die Leistungen am verregneten Wettkampfwochenende, im Bild mit den Ehrengästen.

Das Wochenende stand in Niederleis ganz im Zeichen der Freiwilligen Feuerwehr. Am Samstagnachmittag fand, erstmals in Niederleis, der 44. Bezirksleistungsbewerb statt. Knapp dreißig Bewerbsgruppen traten in den verschiedenen Kategorien mit vollem Einsatz zum Vergleich an.

Die Top-Feuerwehren des Bezirks präsentierten sich in Form für die Landes-Feuerwehrwettkämpfe nächste Woche in Traisen: Mit den erreichten 418,19 Punkten im Bronzebewerb ohne Alterspunkte präsentierte sich Kottingneusiedl 1 stark: Im Vorjahr waren 419,88 Punkte für den Landessieg notwendig gewesen. Ein wenig zulegen müssen Zwentendorf 1, und vor allem Großharras 1, wollen sie beim Landesbewerb punkten: Über die (schon sensationelle) 415-Punktemarke kamen sie bei Bewerben heuer nicht hinaus.

Luft nach oben ist auch bei Bronze mit Alterspunkten: Die 412,34 Punkte der Wildendürnbacher sind noch Welten von den im Vorjahr für einen Landessieg notwendigen 431,07 Punkten entfernt.

Nicht meisterlich waren die Leistungen beim heurigen Bezirksbewerb auch in Silber ohne Alterspunkte: Großharras holte sich damals in Gastern den zweiten Platz mit 412,82 Punkten, für den Sieg waren 413,19 Punkte notwendig. Kottingneusiedl 1 gewann den Bezirksbewerb heuer mit 408,88 Punkte.

Chancen auf einen Landessieg hat Oberkreuzstetten 1 in Silber mit Alterspunkten: Ihre 423,23 Punkte liegen nur knapp unter der Marke des vorjährigen Landessiegers (423,93 Punkte).

Bei der Siegerehrung im zum Brechen gefüllten Festzelt konnte die Stimmung nicht besser sein. „So eine Siegerehrung habe ich noch nie erlebt“, sagte Landtagsabgeordneter Manfred Schulz. Nationalrätin Melanie Erasim zeigte sich hingerissen von dem überwältigenden Ausmaß der Veranstaltung. Einzig und allein das Wetter spielte einen schlechten Streich und zeigte sich von Samstagabend an von seiner regnerischen Seite. Trotz Feuchtigkeit außerhalb, blieb die Stimmung im Zelt dennoch außerordentlich fröhlich.

Wilfing: „Feuerwehren verleihen Stabilität“

Am Sonntag erfolgte der Empfang der Ehrengäste zum 130-jährigen Jubiläum der FF Niederleis, leider wieder bei Regen. Nach der Feldmesse im Festzelt, musikalisch begleitet von der Musikkapelle Ladendorf, ergriff Landtagspräsident Karl Wilfing als Erster das Wort, um den Florianis seinen Dank auszusprechen. „Keiner weiß, was Trump morgen twittert, aber ihr verleiht uns Stabilität“, witzelte Wilfing, der betonte, dass man sich auf die FFs immer verlassen könne. Nach den Ehrungen für verdiente Feuerwehrleute, kamen die unterstützenden und helfenden Nicht-Feuerwehrmitglieder zu Ehren und erhielten die Florianiplakette für besondere Dienste für das Feuerwehrwesen, ohne Uniformträger zu sein.