Umsteigen wird einfacher in Mistelbach. Land zeichnet Mistelbach für den geplanten neuen Busbahnhof beim Bahnhof aus.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 14. November 2019 (04:55)
Mobilitätspreis-Anerkennung für den neuen Busbahnhof: Andreas Zbiral (Mobilitätsmanager Weinviertel), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner,Vizebürgermeister Erich Stubenvoll (Mistelbach) und Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.
Josef Bollwein

Wie Mobilität in Zukunft möglichst clever gestaltet werden kann, haben Niederösterreichs Gemeinden beim diesjährigen Mobilitätswettbewerb „Clever mobil“ einmal mehr aufgezeigt. Die besten Ideen und Projekte wurden von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko in Wiener Neustadt ausgezeichnet. Der Landessieg ging heuer ins Waldviertel, Mistelbach wurde für das Projekt eines multimodalen Personenverkehrsknotens am Bahnhof ausgezeichnet.

Den Preis nahm Vizebürgermeister Erich Stubenvoll entgegen. „Ich freue mich, dass unser Projekt eines multimodalen Personenverkehrsknotens beim Bahnhof nun auch seitens des Landes NÖ gewürdigt wurde. Für die Bewohner Mistelbachs, wie auch zahlreiche Pendler, wird dieser neue Umstiegsknotenpunkt eine deutliche Verbesserung der öffentlichen Verkehrsanbindung darstellen“, freute sich Stubenvoll.

Fahrplan nur alle zehn Jahre neu ausgeschrieben

Für die Stadt ist die Verlegung der Bus-Umsteigestelle vom jetzigen Standort am Hauptplatz zum Hauptbahnhof eine einmalige Chance, die sich ansonsten erst wieder in zehn Jahren bieten würde, ist Stubenvoll - für die Innenstadtentwicklung zuständig - überzeugt. Denn der Fahrplan wird nur alle zehn Jahre vom VOR neu ausgeschrieben, sprich der im Herbst 2020 startende Fahrplan mit vielen Verbesserungen für die Ortsgemeinden gilt dann bis etwa 2030. Und auch andere Bushaltestellen könnten dadurch besser und regelmäßiger angefahren bzw. die Park & Ride-Anlage als Verbindung zwischen Umfahrung und Hauptbahnhof für Schnellbusse genutzt werden.

Für Pendler wird Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln attraktiver, denn bisher war ein planbares Umsteigen zwischen Bahn und Bus nur in Ausnahmefällen möglich. In Zukunft wird es zwischen Ankunft und Abfahrt der unterschiedlichen Verkehrsmittel sieben bis zehn Minuten Wartezeit zum Umsteigen geben.