Mistelbach: Voller Stadtsaal und sechs ausgezeichnete Stimmen

Emily Janu, Julia Schuster, Lisa-Marie König, Maria Terentieva, Vanessa Maitz und Lara Pauser gehen bei der NÖN-Talent-Suche ins Halbfinale. Sie werden dort auf die Finalisten aus dem Waldviertel treffen.

Erstellt am 26. Oktober 2021 | 09:08

So eine schwere Entscheidung hatte die Jury noch nie: Zwölf junge Damen aus dem Weinviertel und Wien stellte sich am 25. Oktober im vollen Mistelbacher Stadtsaal der Weinviertel-Show bei „Die NÖN suchte das größte Talent“ – das Ergebnis war wahrlich eine enge Kiste, sechs setzten sich schließlich nach Publikums und Juryentscheid durch: Julia Schuster aus dem Bezirk Mistelbach, Emily Janu, Vanessa Maitz und Lara Pauser aus dem Bezirk Gänserndorf und Lisa-Marie König und Maria Terentieva aus Wien werden das Weinviertel im Halbfinale vertreten.

Allen Damen gemein: Sie haben ausgezeichnete Stimmen: Emily Janu, 15 Jahre alt aus Matzen, spielte gekonnt mit dem Publikum. Sie hatte sich „I took a spell on your“ von Annie Lennox als Song gewählt und sie konnte damit die Jury überzeugen

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 Kiddy Contest-Teilnehmerin 2017 Lisa-Marie König (15) aus Wien sorgte für Gänsehaut-Feeling: Die 15-Jährige wählte „You are the reason“ von Leona Lewis und konnte das Publikum in ihren Bann schlagen. „Ein super schweres Lieg“, urteilte Talente-Scout Andy Marek.

 Die Power-Ballade „Skyfall“ von Adele hatte sich Lara Pauser aus Strasshof ausgesucht, die 17-Jährige konnte dabei richtig Gas geben

Die Kronbergerin Julia Schuster überzeugte mit ihrem filigranen, anspruchsvollen Lied „Schön genug“ von Lina Maly. Gerade in den feinen Tönen bewies die BAfEP-Schülerin, dass sie eine ganz große Stimme hat.

Vanessa Maitz aus Schönkirchen hatte das Lied „Mamma“ für ihre Mutter selbst komponiert und wagte den Versuch, damit aufzutreten – ein unbekanntes Lied bei einem derartigen Unterhaltungsformat ist immer ein Risiko. Die Rechnung ging auf, die 15-Jährige, die sich selbst auf der Gitarre begleitet hatte, war sowohl bei Jury, als auch beim Publikum als fixer Aufsteiger gesetzt.

Abwechslung bot die in Kiev geborene und in Wien lebende Maria Terentieva: Sie bot einen Akrobatiktanz zu einem Lied, das sie selbst geschrieben und anschließend eingesungen hatte – auch damit hätte sie wohl den Aufstieg geschafft.

Beim Voting wurden 4.603 Stimmen abgegeben, alleine ein Fünftel davon für eine Kandidatin, was sie vom Jury-Wertungsplatz Nummer drei ganz an die Spitze spülte.

Nicht gereicht hatte es für Catleen Weinzettl aus Maria Elend (Bezirk Bruck): Sie tanzte eine Mischung aus Akrobatik und Tanz: „Das war großartig“, urteilte Andy Marek.

Gemeinsam traten die beiden Freundinnen Vanessa Popa aus Gerasdorf und Verica Luna aus Enzersdorf bei Staatz auf: Die 15-jährigen Klassenkameradinnen sangen Kathy Perrys „The one that got away“ zweistimmig: „Respekt, das hat sehr gut geklungen“, fand Andy Marek.

Vanessa Tasch (15) aus Wien sang Adeles „Make you feel my love“ mit kräftiger Stimme.

Poppiger als das Original legte die Alberndorferin Sandra Kotrba ihre Version von Reinhard Fendrichs „Vü schöner ist des Gfühl“ an, die 41-Jährige sang sich damit in die Herzen der Stadtsaalbesucher. Ebenso, wie die Wienerin Denise Zinkl (28), die „I’m alive“ von Celine Dion sang und dabei von ihrer kleinen Tochter angefeuert wurde.

Den weitesten Weg hatte die 17-jährige Reingerserin (Bezirk Gmünd) Anika Josef zur Show nach Mistelbach gehabt: Sie sang mit ihrer kräftigen Stimme „Mary, did you know?“ von den Pentatonix, wobei hier, verglichen mit den anderen Teilnehmerinnen, schon irritierend war, dass mehr Gesang vom Tape kam, als nur ein sanfter Background-Chor.

Wie geht es jetzt weiter? Die sechs Weinviertel-Kandidaten aus den Bezirken Mistelbach, Gänserndorf und Wien werden in der Wald- und Weinviertel-Show am 6. November auf die Waldviertler Kandidaten treffen. Die sechs besten aus dieser Show werden am 13. November in Wieselburg auf die sechs besten Kandidaten aus dem Süden Niederösterreichs treffen.