Bürgergespräche:Geplanter Windpark erhitzte die Gemüter. In Oberschoderlee gingen die Wogen hoch: Die Bewohner wollten klare Antworten zum Windpark Gnadendorf.

Von Susanne Bauer. Erstellt am 02. März 2017 (03:35)
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VP-Bürgermeister Karin Gepperth stellte sich den Fragen der Bürger.

Nach zwei Jahren Pause tourt VP-Bürgermeisterin Karin Gepperth nun wieder durchs Gemeindegebiet, um die Bevölkerung in Bürgergesprächen zu informieren. Den Anfang machte sie in Oberschoderlee im Feuerwehrhaus.

Beim Thema Windkraft wurde es sehr emotional. Eine anwesende Familie wollte wissen, warum die Bürger nicht über den Stand des geplanten Windparkes Gnadendorf-Stronsdorf informiert werden und stellte Fragen wie: „Warum musste die Abstimmung (Anmerkung: fand bereits im Dezember 2014 statt) so schnell gehen?“ Oder aber auch: „Was hat sich die Gemeinde zum Schutz der Schüler am Schulweg überlegt, wenn die Windräder gebaut werden?“

Daraufhin kam aus den Reihen der Bürger die Frage: „Wann werden die Windräder gebaut und werden sie überhaupt gebaut?“

„Es gab eine Volksbefragung mit 60,5 Prozent Wahlbeteiligung und einem klaren Ja zum Windpark."Karin Gepperth

Die Bürgermeisterin pochte auf die Einhaltung der Gesetze und betonte: „Es gab eine Volksbefragung mit 60,5 Prozent Wahlbeteiligung und einem klaren Ja zum Windpark. Aber aufgrund von Einsprüchen wird der UVP-Bescheid derzeit vom Bundesverwaltungsgerichtshof bearbeitet.“

Auch die Aufgaben und die finanzielle Lage der Gemeinde wurden vorgestellt. Da der Bürgermeisterin das Thema Müll und die richtige Abfallbeseitigung sehr am Herzen liegt, präsentierte sie auch zahlenmäßig die Müllmengen nach Rest-, Sperr- und Biomüll, sowie Altpapier, Karton und Gelber Sack aus den letzten vier Jahren.

Hier zeigte sich, dass Restmüll, Biomüll und Gelber Sack mehr geworden sind und damit eine Gebührenerhöhung begründen. Mit Fotos untermalt, zeigte die Bürgermeisterin dann, dass Siedlungsstraßen, Nebenanlagen und Gehsteige gepflastert bzw. der Unterbau zum Asphaltieren hergerichtet wurden.

Dies erregte dann aber doch den Unmut einiger Anwesender, die sich in dieser Causa vernachlässigt fühlen, da ihnen die Straße wichtiger wäre als ein Gehsteig, der aber mit Hilfe der Straßenmeisterei gepflastert wurde. Die Bürgermeisterin versprach, die betroffenen Anrainer auf dem Laufenden zu halten.