Ovationen zum Abschied von Obmann Schöfmann . Karl Schöfmann leitete sein letztes Konzert bei der Ortsmusik Eichenbrunn.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 19. Mai 2019 (03:00)
M. Staribacher
Ehrungen gab es für verdiente Mitglieder der Ortsmusik Eichenbrunn im Rahmen des Frühlingskonzertes: Ehrenobmann Leopold Schießer, Leopold Schöfmann, Horst Obermayer, Ehrenkapellmeister Karl Schöfmann, Obmann Josef Schöfmann, Annemarie Fenz, Johann Staribacher, Vizebürgermeister Rudolf Pfennigbauer, Kaplan Reginald Nnamdi.

Ein fulminantes Frühlingskonzert erlebten die zahlreichen Gäste der Ortsmusik Eichenbrunn. Im voll besetzten Gemeindesaal begrüßte der neue Obmann Josef Schöfmann die Ehrengäste und führte gemeinsam mit Horst Obermayer vom NÖ Blasmusikverband die Ehrungen für verdiente Musiker durch.

Annemarie Fenz erhielt das Silberne Ehrenzeichen für mehr als 25 Jahre bei der Ortsmusik. Unter Standing Ovations wurde der scheidende Ehrenkapellmeister Karl Schöfmann verabschiedet. Davor dirigierte er aber noch ein anspruchsvolles Konzert. Marketenderin und Obmann-Stellvertreterin Elisabeth Pfennigbauer führte charmant durch das Programm.

Eine sehr engagierte und junge Truppe mit fast 40 Musikanten bildet die Ortsmusik Eichenbrunn und zeigte schon bei der Ouvertüre zur „Lustigen Witwe“, dass sie den Walzer im Blut hat. Gar nicht spanisch kam den Zuhörern danach das Stück „Montanas del Fuego“ vor, das einen schwungvoll auf die Insel Lanzarote entführt. Eine gewaltige Herausforderung – aber mit Bravour gemeistert – stellte das Konzertstück „Schmelzende Riesen“ dar. Darin wird das Gletschersterben thematisiert und Gänsehaut war dabei vorprogrammiert.

Schließlich brillierte der Ehrenkapellmeister Schöfmann noch als Trompetensolist bei James Lasts „Einsamen Hirten“ – dirigiert von seiner Nachfolgerin Lena Wachter. Einer der Höhepunkte war sicher das „West Side Story“- Potpourri von Leonhard Bernstein. Der ganze Saal sang schließlich auch bei der obligaten Abschluss-Zugabe mit, als die Eichenbrunner Hymne intoniert wurde. Der Text zum Kaiserjäger-Marsch wurde bereits 1925 verfasst und wird traditionell nach jedem Auftritt gesungen.