Erstellt am 14. Oktober 2014, 09:10

von Ingrid Fröschl-Wendt und Gerti Süss

Eine „Dorfdramödie“ im Weinviertel. Im Gasthaus Schimpf wird die Komödie „Der Blunzenkönig“ gedreht. Neben Karl Merkatz stehen auch Ottenthaler vor der Kamera.

Karl Merkatz mimt den »Blunzenkönig« in der gleichnamigen Komödie. Großteils spielt der Film im ehemaligen Gasthaus Schimpf in Ottenthal.  |  NOEN, Bonus Film

„Er ist ein einfacher Dorfwirt, der sein ganzes Leben schwer gearbeitet hat“, erzählt Karl Merkatz über seine Hauptrolle in „Der Blunzenkönig“. Die Komödie, die auf dem gleichnamigen Hörbuch des Autors Christoph Frühwirth basiert, wird seit einem Monat in Ottenthal, Unterstinkenbrunn, Laa und Falkenstein gedreht.

Merkatz hat noch immer Freude an seinem Beruf

Merkatz spielt darin einen alternden, grantelnden Fleischhauer, der seinem Sohn Franzl (Andreas Lust) den Hof mit Eigenschlachtung und Wirtshaus übergeben möchte. Seine Welt steht plötzlich Kopf, als „Schwiegertochter“ Charlotte, eine strenge Vegetarierin, auf seinen Hof kommt.

Keine leichte Aufgabe für einen 84-Jährigen. Doch Merkatz ist mit Leib und Seele Schauspieler und hat noch immer Freude an seinem Beruf, erzählt er. Obwohl die Arbeit aufreibend ist. Oft geht es um sechs Uhr früh aus dem Hotel der Therme Laa zum Drehort und er kehrt erst spätabends gegen 20.30 Uhr wieder heim. Das Hotel Therme Laa bemüht sich daher es ihrem Gast in den kurzen Erholungsphasen besonders angenehm und bequem zu machen.

Gemeinsam mit seiner Frau Martha genießt Merkatz die freien Tage zwischen den Dreharbeiten auch gerne in der Stadt oder der Umgebung. „Es ist eine liebe Stadt“, schwärmt Gattin Martha, die ihre Spaziergänge liebt, aber auch die Aussicht über die Laaer Landschaft in der aktuellen herbstlichen Stimmung.

„Das ist die beste Werbung für die Region“

Doch zurück zum Filmprojekt: „Eine Dorfdramödie“ nennt Regisseur Leo Bauer den Film. Denn nachdem der Blunzenkönig den Fleischereibetrieb eingestellt hat, will sein Sohn („Schnell ermittelt“-Star Andreas Lust) mit seiner „studierten“ Freundin Charlotte ein vegetarisches Lokal in den Räumlichkeiten des alten Wirtshauses eröffnen. „Es geht also um einen Generationenkonflikt“, so „Blunzenprinz“ Andreas Lust.

Für Lokalkolorit vor der Kamera sorgen die Mitglieder der Theatergruppe Ottenthal, dutzende Komparsen aus der Region und das Schwein namens „Mariandl“, das die Filmproduzenten dem Ottenthaler Bauern Erwin Eisenhut abgekauft haben. Ottenthals Bürgermeister Erwin Cermak ist froh über den Dreh. „Das ist die beste Werbung für die Region“, so Cermak, der auch selbst gerne am Set vorbeischaut. Drehschluss ist am 24. Oktober, ins Kino kommt der „Blunzenkönig“ wahrscheinlich im Juli 2015.