Mehr Raum und Licht für das Gemeindezentrum. Freiwillige Helfer hauchen dem alten Gasthaus neues Leben ein.

Von Werner Kraus. Erstellt am 06. Juli 2019 (04:23)
Werner Kraus
Aus dem alten Gasthaus Schimpf wird mit sehr viel Eigenleistung der Vereine das Ottenthaler Gemeindezentrum geschaffen. Im Bild: Bettina Klampfer, Erwin Cermak, Rudolf Hauer.

In das Gemeindezentrum Ottenthal haben die ehrenamtlichen Helfer bereits 4.500 Arbeitsstunden gesteckt. Auch Bürgermeister Erwin Cermak, dem dieses Projekt ein Herzensanliegen ist, widmet viele Stunden Freizeit dem ehemaligen Gasthaus Schimpf. „Wir haben so das einzigartige Ambiente von Gasthaus, Schule und Kirche für Ottenthal erhalten“, ist Cermak wichtig.

2012 wurde das urige Gasthaus Schimpf mit einem wunderschönen Kirtagshof von der Gemeinde erworben und fünf Jahre lang im ursprünglichen Zustand genützt. Gemeinsam mit der Donau-Uni Krems wurde dann das Projekt Gemeindezentrum geplant. „Die Studenten waren wirklich großartig mit ihren Arbeiten“, hebt der Bürgermeister hervor.

„Wir haben das einzigartige Ambiente von Gasthaus, Schule und Kirche für Ottenthal erhalten.“Erwin Cermak, Bürgermeister

Der Saal wurde vergrößert und gegen den Hof hin verglast. Auch straßenseitig wurden Fenster geöffnet, eine große Bühne im Saal errichtet und neue Sanitäreinrichtungen geschaffen. Alte Ziegel wurde abgeschlagen und wieder neue verwendet. Rudolf Hauer, der sich als „Bauleiter“ sehr engagierte, ist stolz auf das Projekt. „Er hat immer die passenden Helfer parat“, betont Bürgermeister Cermak dankbar. Von der Jugend bis zu den Senioren sind alle mit Engagement dabei.

Sämtliche Böden wurden auf 680 Quadratmetern komplett erneuert. Der Installateur meinte, dass er zwei Tage zum Verlegen der Fußbodenheizung brauchen wird. „Die fleißigen Helfer haben bereits am ersten Abend die Fertigstellungsmeldung gegeben“, freut sich Rudolf Hauer, der als Weinstein-Künstler im Weinviertel bekannt ist.

Manfred, der Gemeindearbeiter, zeigte bei dem Projekt ebenfalls, was alles in ihm steckt. Auch Vizebürgermeister Erich Eisenhut ist samt seiner guten technischen Ausstattung beim Gemeindezentrumsprojekt voll mit dabei.

Der Aufwand für das Gemeindezentrum wird sich lohnen: Im Obergeschoss werden Vereinsräumlichkeiten und Besprechungsräume geschaffen. Der Gastraum, der schon im Film „Der Blunznkönig“ mit Karl Merkatz verewigt ist, wird in seiner ursprünglichen Form erhalten bleiben. Derzeit wird an den technischen Einrichtungen gearbeitet. Ende des Jahres soll der Saal benützbar sein.