„Glasfaser statt 5G“: Asparner sammelten Unterschriften. Die 5G-Ausbaugegner in der Gemeinde sammelten 219 Unterschriften.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 10. September 2020 (05:57)
5G-Petitionsübergabe im Gemeindeamt: Volker Sehorst, Claudia Pelzelmayer und Bürgermeister Manfred Meixner (ÖVP).
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Insgesamt 219 Unterschriften von Gegnern des 5G-Ausbaus in der Gemeinde Asparn übergaben die Initiatoren einer entsprechenden Petition, Claudia Pelzelmayer und Volker Sehorst, am 4. September an Bürgermeister Manfred Meixner (ÖVP). Die beiden Michelstettner fürchten negative gesundheitliche Auswirkungen durch den Ausbau der neuen Mobilfunktechnologie.

In Teilen der Gemeinde gibt es kaum Handyempfang, der Ausbau mit Breitbandinternet ist hauptsächlich im Hauptort gegeben. Mobilfunker spusu-Chef Franz Pichler, selbst ein Olgersdorfer, bot der Gemeinde an, hier ein Pilotprojekt zum 5G-Ausbau in der gesamten Gemeinde umzusetzen – auch in Orten, die von anderen Mobilfunkanbietern als nicht lukrativ gesehen werden.

Von manchen herbeigesehnt, formierte sich bald Widerstand: „Wir wollen, dass der 5G-Ausbau in der Gemeinde aufgeschoben wird, bis es entsprechende Studien über die gesundheitlichen Auswirkungen der neuen Technik gibt“, sagt Claudia Pelzelmayer.

Außerdem sollen Alternativen zum Mobilfunk-Konzept 5G geprüft werden: Mit Glasfaser ließe sich auch Breitbandinternet in die Orte bekommen, so die Initiatoren. „Michelstetten war beim Ackerbau ein Vorreiter, bei 5G muss es das nicht sein“, findet der praktische Arzt und Arbeitsmediziner Volker Sehorst. Außerdem sollen die Masten außerhalb der Siedlungen platziert werden.

Bürgermeister Manfred Meixner betonte, dass bei der Standortsuche für Masten darauf geachtet worden sei, möglichst am Ortsrand oder neben dem Ort die Sendeanlagen zu platzieren. Bei manchen Orten, Michelstetten zum Beispiel, sei der Spielraum dabei aber klein, da der Ort nur über eine schmale Schneise von Altmanns her versorgt werden kann.

Der Gemeindevorstand wird jetzt in seiner nächsten Sitzung darüber beraten, ob die Causa in der anstehenden Gemeinderatssitzung auf die Tagesordnung kommt. Dass trotz des massiven Werbeauftritts des Projektwerbers spusu bei einer Infoveranstaltung 219 Menschen - der Großteil aus Michelstetten, Asparn und Schletz - unterschrieben haben, ist für Pelzelmayer schon ein großer Erfolg. „Wir haben keinen Verein und keine Partei hinter uns“, sagt sie. Die, die unterschrieben hätten, würden sich um die Gesundheit sorgen.