19 Mandate werden neu vergeben

Erstellt am 18. Mai 2022 | 04:43
Lesezeit: 3 Min
Schreiten die Pillichsdorfer am nächsten Sonntag zur Wahl, können sie zwischen drei Parteien wählen. Zwei Newcomer gibt es an der Parteispitze und viele Gemeinsamkeiten.
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Der Wahlkampf war kurz, sachlich und ein Werben für die eigene Sache. „Ich würde es nicht als Wahlkampf bezeichnen“, sagt Bürgermeister Erich Trenker.

Er tritt bei seinem achten Gemeinderatswahlkampf nicht als SPÖ, sondern als „Liste Erich Trenker Team für Pillichsdorf“ an. Unter seinen Mitstreitern hat er auch parteiunabhängige und ehemalige ÖVP-Leute.

Die (neue) ÖVP geht mit Florian Faber als Spitzenkandidat ins Rennen: Manche hätten ihn gerne schon 2019 an der Spitze gesehen, aus persönlichen Gründen winkte er damals noch ab. „Wir haben es geschafft, dass nicht einer in der ÖVP alles bestimmt, sondern alle 37 Kandidaten mitarbeiten konnten“, sagt er.

Bisher waren die Grünen über die Unabhängige Initiative im Ort vertreten. Die wollten nicht mehr, stattdessen fand sich eine Grüngruppierung rund um Alexandra Nürnberger. Wie Faber steht sie erstmals bei einer Wahl an der Spitze einer Partei: „Alles beste Voraussetzungen für ein spannendes Ergebnis“, sieht der amtierende Bürgermeister den Wahltag durchaus sportlich.

Alle wünschen sich bessere Gesprächskultur

Was muss sich nach der Wahl im Ort unbedingt ändern? Da sind sich alle drei Fraktionen einig: Die Gesprächskultur und das Miteinander in der Gemeindepolitik. „Alles andere im Ort auf Vereinsbasis funktioniert ja“, sagt Florian Faber.

Was sind die wichtigsten Zukunftsprojekte für Pillichsdorf? Für Bürgermeister Erich Trenker sind das die Schaffung von leistbaren Wohnmöglichkeiten und Bauplätzen für die Pillichsdorfer, die Erhaltung der Abfallsammelstelle am Bauhof und den Bau eines Micro-Fernheizwerkes für Kindergarten, VS, Musikerheim und umliegende Haushalte.

Florian Faber will eine klimafitte Gestaltung des Ortes mit mehr Grünraum, eine energieautarke Gemeinde mit Fernheizwerk und Photovoltaik und die Einbindung der Jugend bei Entscheidungen.

Schwerpunkte bei Alexandra Nürnberger sind ein Mobilitätskonzept, das nicht ausschließlich auf Autos ausgelegt ist, Maßnahmen, um Pillichsdorf klimafit zu machen und ein ganzheitliches Raumkonzept für die Gemeinde.

Wie geht's aus? Trenker rechnet mit einem Gemeinderat mit drei Parteien, Faber mit einer Mehrheit für die ÖVP.

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