Verkehrschaos an der Ortseinfahrt: Fahrverbot interessiert keinen

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:30
Lesezeit: 2 Min
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Die Baustelle an der Ortseinfahrt Pillichsdorfs sorgt für massive Verkehrsbehinderungen. Das Fahrverbot für den Durchzugsverkehr juckt niemanden.
Foto: Michael Pfabigan
Trotz Fahrverbots durch den Ort Pillichsdorf nutzt kaum jemand die Umleitung.
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„Trotz des Fahrverbotes fährt jeder durch Pillichsdorf und keiner kontrolliert“, klagt eine Pillichsdorferin. Und was noch schlimmer ist: Die Ampelschaltung bei der Baustelle bei der Ortseinfahrt sorgt dafür, dass sich lange Staus bilden, in der die Pillichsdorfer dann zusätzlich noch gefangen sind, wenn sie nach Hause (oder aus dem Ort) fahren wollen.

Im nächsten halben Jahr werden im Ort auf einigen hundert Metern Bauarbeiten durchgeführt, dafür gibt es eigentlich ein allgemeines Fahrverbot und eine großräumige Umleitung über Deutsch-Wagram. Allerdings ist es den Pillichsdorfern und Großengersdorfern erlaubt, als direkte Anrainer durch die Baustelle zu fahren und auch die Zufahrt zu den Gewerbebetrieben ist erlaubt.

„Aber das interessiert niemanden. Man sieht fast nur Kennzeichen mit Wien, Gänserndorf, Mödling, Korneuburg und auch viele aus Tschechien“, klagt die Pillichsdorferin: „Manche fahren sogar mit dem Cabrio spazieren.“ Und weil die Ampelphasen lange sind, ignorieren manche die rote Ampel einfach. Die Polizei kontrolliere nicht und greife erst als Verkehrsregler ein, wenn im Stoßzeitverkehr gar nichts mehr gehe, berichtet die Pillichsdorferin.

Warum wird nicht kontrolliert? „Wir kennen mittlerweile das Problem und werden vor allem die von Bockfließ kommenden Autofahrer verstärkt kontrollieren“, sagt Lambert Bergauer vom Bezirkspolizeikommando. Das Problem sei, Autofahrern nachzuweisen, dass sie reiner Durchzugsverkehr sind: „Wenn wir fragen, sagen alle, sie fahren ins Wirtshaus.“

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