80 Jahre Postgarage: Zwei Kenner erzählen. Egon Englisch und Bruder Alfred Englisch erinnern an die Geschichte der Postgarage.

Von Werner Kraus. Erstellt am 01. Oktober 2020 (03:59)
Egon Englisch und sein Zwillingsbruder Alfred Englisch verfassten eineBroschüre über 80 Jahre Postgarage in Poysdorf: Egon Englisch und Alfred Pleil.
Werner Kraus

Die Postgarage, heute Verkehrsstelle genannt, feiert ihr 80-jähriges Bestehen: Egon Englisch hat mit Bruder Alfred Englisch daher die Geschichte der Einrichtung zusammengefasst und präsentiert die Ergebnisse in einer Broschüre.

„Begonnen hat alles 1938 am Firmengelände von Ingenieur Unzeitig beim Bahnhof“, erzählt Englisch. Alois Kandioller, den viele Poysdorfer noch kennen, war dabei ein Mann der ersten Stunde.

1940 jetztige Postgarage errichtet 

1940 wurde dann die jetzige Postgarage gebaut und nach einem Brand 1942 wieder eröffnet. Anton Pretsch war dort der erste Garagenmeister, ihm folgten Karl Straub und Engelbert Schuch. Danach wurde die Leitung der Verkehrsstelle nach Hollabrunn verlegt. „Wir haben dreimal um die Postgarage gekämpft“, erinnert sich der engagierte Ex-Postgewerkschafter Egon Englisch: „Heinz Kuba und Josef Sindelka von der Post haben uns damals dabei unterstützt.“ Damals war sogar eine neue Postgarage in Poysdorf im Gespräch. „Heute hört man wieder Schließungsgerüchte und 45 Arbeitsplätze in der Region sind gefährdet“, sagt Englisch, dem die Postgarage sehr ans Herz gewachsen ist.

Auch Alfred Pleil, 28 Jahre lang Postautobuschauffeur, hat viel über die Postgarage zu erzählen und in der Broschüre zahlreiche Bilder beigesteuert: „Im Sommer, wenn es keine Schüler zu transportieren gab, waren wir als Urlaubsvertretung in Wien eingesetzt und da lernte ich so manches alte Schnauferl unter den Postbussen kennen“, erzählt Pleil aus vergangenen Tagen.

In der Broschüre sind alle Autobusse in Poysdorf mit Bildern vertreten. Alfred Pleil, der beim Postautodienst in der Generaldirektion war, hat dazu seine Sammlung eingebracht. „Unsere Flotte in Poysdorf wurde immer erneuert und ich durfte meist die neuen Busse einmal fahren“, berichtet Pleil über seine Detailkenntnisse.