Austausch-Projekt: Im Zeichen des Striezels. Die Tradition rund um den Striezel soll den Jungen übergeben werden.

Von Werner Kraus. Erstellt am 16. November 2019 (04:09)
Das Striezel flechten und spielen war für die Senioren und auch für die Schüler ein sehr unterhaltsamer Nachmittag: Leopoldine Horvath, Rosalia Kaufmann, Leonie Stüber und Verena Görlich.
zVg

Im Rahmen eines europäischen Erasmus+-Projektes sollen Striezelflechten und -paschen zu einem Austausch zwischen den Generationen führen. Die Koordinatoren des Projekts, Wolfgang Paar und Johanna Schreiber, haben daher gemeinsam mit den Senioren aus Walterskirchen und Ketzelsdorf mit Betreuerin Christine Edlinger in der Landwirtschaftlichen Fachschule Poysdorf einen Nachmittag unter das Zeichen des Striezels gestellt.

In der Küche der Fachschule zeigten die rüstigen Senioren den Schülerinnen und Schülern die Technik des Striezelflechtens und ermunterten sie dazu, es auch selbst zu versuchen. Nach dieser sehr unterhaltsamen Lektion wurde entsprechend der alten Weinviertler Tradition um die frisch gebackenen Striezel gewürfelt. Die beiden Lehrkräfte der Fachschule, Christina Liebhart und Rita Strobl, hatten aber vorgesorgt, dass keiner der Senioren, auch bei fehlendem Spielglück, ohne Striezel nach Hause gehen musste.

Generationenübergreifender Kontakt soll geschaffen werden

Hauptthema dieses europäischen Projekts ist die Weitergabe von kulinarischem, landwirtschaftlichem und handwerklichem Kulturerbe von der älteren Generation an die Jugend. Damit soll auch ein generationenübergreifender Kontakt geschaffen werden.

Die Partnerorganisationen in diesem Projekt kommen aus Lettland, Polen, Tschechien und Frankreich. In Poysdorf soll der Schwerpunkt dieses Projekts, ein speziell auf Kinder und Jugendliche abgestimmtes Konzept für eine Kellerführung, erarbeitet werden.