Backen mit Tradition für das Osterfest. Wenn Hermine Preyer für das Osterfest Osterlämmer, Hasen und Kränze backt, verwendet sie noch immer die über 100 Jahre alten Weingutformen.

Von Werner Kraus. Erstellt am 04. April 2021 (04:42)
Hermine Preyer hält traditionelles Ostergebäck mit alten Backformen hoch und beschenkt mit den genussvollen Ergebnissen ihre Familie.
Werner Kraus

Eine Köchin, die traditionelles Ostergebäck sehr hochhält, ist die ehemalige Hauswirtschaftslehrerin Hermine Preyer: Zu Ostern gibt es bei ihr ein Osterlamm aus Biskuit und Hühner, Hasen, Osterkranz und Osterzopf aus Germteig.

Für das Backen hegt und pflegt sie Weingutformen, die über 100 Jahre alt sind. „Bei diesen Formen darf man kein Backpulver verwenden, da ist Weinsteinbackpulver notwendig“, erklärt die begeisterte Köchin. Sie hat auch verschiedenste Entwicklungsstufen der Blechformen in ihrer Küche. „Besondere Keksausstecher waren mir die liebsten Mitbringsel“, erinnert sich Hermi, die zwei volle Laden davon hat.

Backen hat in der Familie Preyer Tradition: Zu Ostern werden jährlich so an die 15 Stück an Lämmern, Henderl und Hasen gebacken und in der Familie verteilt. Die Enkel Thomas und Alex werden künftig würdige Nachfolger sein, die sich sehr für Omas Sammlung von alten Formen interessieren.

Abseits von Ostern erzählte Hermine Preyer, dass es früher zur Hochzeit ein gebackenes Wickelkind und ein Spanferkel gab. Sie hatte aus ihrer Heimat Platt solche Formen, die aber leider verloren gegangen sind. Als ihr Sohn Josef und die Schwiegertochter von einer Gasthausräumung mit alten Backformen erfuhren, nützten sie die Chance, um eine Wickelkindform und eine Spanferkelform zu erstehen und sie der Mutter zu schenken. Die war überglücklich über dieses Geschenk, das nun ihre Sammlung komplettiert.