Elektro Rieder baut Betrieb um. Die Onlineverkäufe werden verstärkt, das Geschäft wird kleiner werden.

Von Werner Kraus. Erstellt am 27. November 2019 (03:48)
Wegen der starken Veränderung hin zum Onlinehandel musste MartinRieder Insolvenz anmelden.
Werner Kraus

Am 16. November stand es fest: Der Betrieb von Martin Rieder, die Elektro Rieder GmbH, ist insolvent.

Das Problem der Firma liegt in der starken Marktveränderung in der Elektrobranche. „Heute wird sehr viel im Elektro- und Elektronikbereich online bestellt. Hier wollen wir auch in Zukunft Service und schnelles Lieferservice bieten“, erläutert Rieder.

Geplant ist auch, vom Elektronik-Partner mit großem Schauraum zum EP Service Partner zu wechseln. „So können wir für unsere Kunden ganz persönliche Wünsche in ein bis zwei Tagen erfüllen und zu topaktuellen Preisen auch liefern, ohne einen großen Lagerbestand zu haben“, erklärt Rieder das neue Geschäftsmodell.

Nach Rücksprache mit dem Masseverwalter bleibt die Firma weiterhin voll in Betrieb. Das anstehende Weihnachtsgeschäft wird wie gewohnt im bestehenden Geschäft am Josefsplatz ablaufen. „Für kommendes Jahr planen wir dann eine Verkleinerung der Verkaufsflächen, stehen aber weiterhin als Fachberater zur Verfügung“, sagt Rieder.

Der Firmenchef möchte dem Geschäft in Poysdorf mit diesen Maßnahmen Bestand geben. Wichtiger Umsatzbringer werde auch in der Zukunft das Installationsgeschäft bleiben. Die zwei Monteure und der Lehrling des Unternehmens werden ihren Arbeitsplatz behalten.

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