Gebauer & Griller gibt Aufzugssparte ab. Poysdorf: Wachstumsfelder in der Automobilindustrie werden beliefert, aber das Geschäft mit Aufzügen wird eingestellt.

Von Werner Kraus. Erstellt am 15. Oktober 2020 (04:40)
„Gebauer & Griller bündelt seine Kräfte auf die Automobilindustrie, E-Mobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung“, betont Holger Fastabend, CSO/CTO der GG Group.
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Die GG Group (Gebauer & Griller) schärft ihre strategische Ausrichtung: Das Aufzugsgeschäft wird ausgegliedert. Betroffen sind die Vertriebseinheit im Wiener Headquarter sowie zwei Produktionsstandorte in Veľké Leváre (Slowakei) und Bangalore (Indien).

Die künftige Bündelung der Ressourcen des Unternehmens auf die Wachstumsfelder der Automobilindustrie – E-Mobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung – ermöglicht ein starkes Bekenntnis zur Investition in Innovation. „Die bereits vor Covid-19 begonnene strategische Konsolidierungsphase in der GG Group erreicht mit der nun abgeschlossenen Übertragung der Aufzugssparte an Lafayette Mittelstand Capital ihren nächsten, großen Meilenstein“, sagt Eva Schinkinger, CEO der GG Group. Die Aufzugssparte mit Standorten in Wien, Slowakei und Indien wird vom neuen Eigentümer unter dem Namen „Geba Cables“ weitergeführt.

„Es ist uns wichtig, einen Käufer gefunden zu haben, der volles Commitment zur Weiterführung zeigen wird.“Eva Schinkinger, CEO GG Group

Die Transaktion wurde mit besonderem Augenmerk auf langfristige und nachhaltige Entwicklungschancen der involvierten Unternehmensteile unter Einbeziehung der Arbeitnehmervertreter und der Wahrung aller bestehenden Arbeitnehmerrechte gestaltet und stellt eine Win-win-Situation für alle beteiligten Parteien dar.

Holger Fastabend, CSO/CTO der GG Group.
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„Die GG Group gehört seit nunmehr vier Jahrzehnten zu den führenden Produzenten von Kabeln und Leitungen für die Aufzug- und Fahrtreppenindustrie“, so Schinkinger. Sehr nahe am Kunden zu agieren und individuelle, gebäudespezifische Lösungen anzubieten habe diese Sparte zu einem ertragreichen Business gemacht: „Gerade deshalb ist es uns wichtig, für die betreffenden Unternehmensteile und Standorte einen Käufer gefunden zu haben, der volles Commitment zur Weiterführung des eingeschlagenen Erfolgskurses zeigen wird“, erklärt Schinkinger zur abgeschlossenen Transaktion.

Holger Fastabend, CSO/CTO der GG Group, erklärt die Hintergründe des Verkaufes: „Aufgrund der schon seit den 1970er- Jahren bestehenden, überwiegenden Fokussierung von GG auf die Automobilindustrie mit ihren sehr komplexen organisatorischen Anforderungen und anspruchsvollen Managementsystemen lag der Entschluss nahe, unsere Entwicklungs- und Vertriebsressourcen in den wachsenden Bereichen des Automobilmarktes zu bündeln.“

Die Konzentration der Kräfte werde es der Gruppe nun ermöglichen, in Zukunft als „innovativer Partner unserer Kunden trendgestaltend und am Puls des Marktes zu sein.“