Gebauer & Griller: Mitarbeiter in Kurzarbeit. Covid-19 trifft Automobilindustrie hart: Gebauer & Griller setzt Personalmaßnahmen.

Von Werner Kraus. Erstellt am 31. März 2020 (13:45)
Dem Kabelwerk Gebauer & Griller brachen die Aufträge der internationalen Autoindustrie weg. Um den Standort Poysdorf zu sichern, wurde ein Maßnahmenpaket rund um Kurzarbeit und Personalmaßnahmen geschnürt.
Gebauer & Griller

Die äußerst angespannte Wirtschaftslage der Automobilindustrie aufgrund der weltweiten Covid-19-Pandemie hat unmittelbare Auswirkungen auf Zulieferunternehmen.

Corona trifft durchwegs alle Branchen auf fast allen Kontinenten. Globale Lieferketten und eng vernetzte Wertschöpfungsstufen sorgen in stabilen Phasen der Wirtschaft für ein hohes Ausmaß an Effizienz und Effektivität in der Produktion. Kunden schätzen die konstant hohe Qualität der gefertigten Produkte zu attraktiven Marktpreisen, Lieferanten die gesicherte und planbare Abnahme ihrer Zulieferungen und Arbeitnehmer profitieren von aus diesem Gefüge resultierenden stabilen Dienstverhältnissen.

„Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen wird höchstes Augenmerk auf soziale Gesichtspunkte gelegt!“Antoine van Horen, Werksleitung Gebauer & Griller Poysdorf

„In den vergangenen Wochen waren aufgrund der lokal unterschiedlichen Ausbreitungsraten des Coronavirus und der deshalb erlassenen staatlichen Maßnahmen zur Risikominimierung bei fast allen namhaften Automobilherstellern Europas und teilweise weltweit Produktionsstopps, -ausfälle oder temporäre Werksschließungen zu verzeichnen“, sagt Holger Fastabend von Gebauer und Griller: „Dieser unvorhersehbare Abnahmerückgang im operativen Geschäft sowie die zu erwartenden nachhaltig geringeren Umsätze in der zweiten Jahreshälfte 2020 haben dramatische Auswirkungen auf GG als Unternehmen und Arbeitgeber, weshalb gruppenweit an allen Standorten von GG ein umfassendes Maßnahmenpaket zur sofortigen Kostenreduktion und Sicherung der Liquidität eingeführt wurde.“

Nach den zahlreichen Personalaufstockungen der letzten Jahre am Standort Poysdorf ist es für den Fortbestand des Werks, aber ebenso für die wirtschaftliche Absicherung der gesamten GG Group unerlässlich, die bestehenden Kapazitäten so schnell wie möglich der verminderten Nachfrage von Kundenseite anzupassen.

Die gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen zur Anpassung der Personalkapazitäten seien das Ergebnis eines konstruktiven Abstimmungsprozesses der Werksleitung mit Arbeitnehmervertretern und der Geschäftsleitung der GG Group. Das oberste Ziel aller Beteiligten in dieser Situa tion war und ist die Erhaltung der Wirtschaftlichkeit des Standorts Poysdorf als stabiler, regionaler Arbeitgeber unter Aufrechterhaltung möglichst vieler bestehender Dienstverhältnisse in Kombination mit der Umstellung auf Kurzarbeit ab 1. April.

„Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen wird höchstes Augenmerk auf soziale Gesichtspunkte gelegt und es ist selbstverständlich im Interesse aller, die personellen Kapazitäten bei ersten erkennbaren positiven Entwicklungen wieder aufzustocken“, sagt Werksleiter Antoine van Horen.

„Als namhafter Marktgestalter in den Bereichen E-Mobilität, autonomes Fahren und Connected Mobility, aber auch Informationstechnologie für Indus trie 4.0 erwarten wir uns eine Stabilisierung der Auftragslage in der Zeit nach der Krise“, weiß Fastabend. Zahlreiche bestehende Aufträge belegen, dass das Unternehmen von den Markttrends der Zukunft verstärkt profitieren werde. Bei GG ist man überzeugt, dass man mittel- und langfristig ein stabiler und attraktiver Arbeitgeber der Region sein wird. „Wir zählen auf die ungebrochene Motiva tion und Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter und sichern ihnen besonders in herausfordernden Zeiten volle Transparenz sowie ein Höchstmaß an Fairness und Kooperation zu“, sagt Antoine van Horen.