Doppelkandidatur von FPÖler Bernard „keine Täuschung“. Michael Bernard (FPÖ) tritt in Großebersdorf und Poysdorf an, ÖVP sieht Wählertäuschung. Er will in Poysdorf einziehen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 24. Januar 2020 (05:38)
Michael Bernard (FPÖ): „Bin in Poysdorf Spitzenkandidat und werde Mandat annehmen.“
NOEN

„Manche Parteien in unserem Bezirk tun sich erkennbar schwer, dass sie Kandidatenlisten erstellen können und arbeiten daher auch mit Doppelkandidaturen“, kritisiert ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Horst Obermayer: „So stellt sich FPÖ-Bezirksparteiobmann Bundesrat Michael Bernard in zwei Gemeinden, Großebersdorf und Poysdorf, zur Wahl und täuscht damit die Wähler, weil man nur ein Mandat annehmen kann.“

ÖVP-Geschäftsführer Horst Obermayer sieht Wählertäuschung.
zVg

Bernard werbe in beiden Gemeinden für Vorzugsstimmen und täusche damit 2.310 bzw. 5.316 Wählerinnen und Wähler. „Ich erwarte mir noch vor der Wahl, dass Michael Bernard klar deklariert, in welcher Gemeinde er gedenkt, im Gemeinderat mitzuarbeiten“, so Obermayer. Man könne schließlich das Gelöbnis nur einmal leisten.

Michael Bernard, Spitzenkandidat in Poysdorf und Listendritter in Großebersdorf sieht in diesem Angriff reines wahltaktisches Geplänkel: „Ich habe immer gesagt, dass ich in den Gemeinderat in Poysdorf einziehen will“, stellt er klar: „Das steht außer Frage.“

In Großebersdorf werbe er nicht um Vorzugsstimmen, er habe sich schließlich im Gemeinderat auch schon verabschiedet - um das zu wissen, hätte die ÖVP nur die NÖN lesen müssen, schießt er zurück. Warum ist er trotzdem auf der Liste in Großebersdorf? „Ich hab die Ortsgruppe aufgebaut und 20 Jahre erfolgreich geleitet. Momentan haben wir zwei Mandate, deshalb hat mich die Partei auf diesen Ehrenplatz gereiht“, sagt Bernard. Entsprechend gebe es auch keine Wählertäuschung.