Jubiläums-Reunion: Ein Stück Rock-Geschichte. "No Comment“, ein Stück Wetzelsdorfer Rock-Geschichte feierte für einen Abend seine Wiederauferstehung: Die besten Musiker des Weinviertels geigten auf.

Von Werner Kraus. Erstellt am 26. September 2016 (14:17)

Was in den Achtziger Jahren im Kuhstall in Wetzelsdorf begann, fand am vergangenen Wochenende bei Superstimmung und einem vollen Kolpinghaus in Poysdorf seine Vollendung. „Wir haben es uns so vorgestellt, aber nicht erwartet, dass es wirklich so gelingt“, erzählte überglücklich Roman Beisser, einer der drei Urgesteine der ersten Wetzelsdorfer Rockband „No Comment“. Mit dabei auch Josef Schick und Martin Schuster.

Beim Jubiläumskonzert zum Fünfziger holten sie sich die Creme della Creme der Weinviertler Musikszene Sandra Schön-Schuckert, Hubert Koci, Andreas Fried und Stefan Gössinger als Verstärkung in der Rockband. Reinhard „Kotza“ Müller hat die musikalische Gesamtleitung übernommen.

Die Hälfte des Programmes waren eigene Lieder aus der Feder von Josef Schick und Roman Beisser. Sie waren es auch, die bei den Besuchern hängengeblieben waren und wahre Begeisterungsstürme auslösten. „Keep on Rocking“ ist ein von Josef Schick und Roman Beisser extra für das Konzert am Samstag geschriebenes Stück, also eine Weltpremiere der Rockgeschichte Poysdorfs.

"Geprobt haben wir es oft, zur Aufführung ist es nie gekommen!“

Auch das bereits in den Achtzigern geschriebene zeitkritische Stück „Wien“, ein Rock new wave Song, kam erstmals bei einem Konzert zur Aufführung. „Geprobt haben wir es oft, zur Aufführung ist es damals nie gekommen!“

Landesrat Karl Wilfing, ein Wetzelsdorfer Wegbegleiter der „No Comment“-Musiker war ebenso mit dabei wie der Staatzer Musicalintendant Werner Auer oder auch Stadtrat Josef Fürst. Letzterer war genauso wie Bettina Wessely und Maria Weichselberger immer mit dabei. Martin Schuster hatte sogar den Betriebsausflug seiner Firma aus Graz nach Poysdorf umgeleitet, um das einmalige Musikerlebnis an seine Kollegen weiter zu geben.

Großen Anklang fand auch das von Martin Schuster geschriebene Buch zu „No Comment“. „Es ist ein tolles Zeitdokument über die Zeit der Jugend im Weinviertel“, so Schuster. Nach dem Konzert wurde in der Bar des Kolpinghauses bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Gerhard Felzl hatte von seiner Schwiegermutter Helly eine „No Comment“-Torte mitgebracht. Ihre alten Lederjacken hatten übrigens nicht nur die Musiker, sondern auch einige Besucher wieder ausgepackt.