Kolping-Erweiterung: Mehr Plätze für Betreuung. Tagesbetreuung und Wohnhaus werden erweitert. Container dienen als Übergangslösung.

Von Werner Kraus. Erstellt am 19. November 2020 (04:25)
Die Bagger sind aufgefahren um für die Wohncontainer Platz zu schaffen: Thomas Grießl, Karl Wilfing, Christina Schodl-Meier und Sonja Willner.
Werner Kraus

Seit 1978 finden Menschen mit Behinderung im Kolping-Wohnhaus sowie in der Tagesbetreuung ein Zuhause und die Unterstützung dafür, ihr Leben nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten. Nun wird das Wohnhaus in der Feldsbergerstraße generalsaniert und ausgebaut.

Sowohl der Wohnbereich als auch die Tagesbetreuung werden in Kooperation mit dem Land Niederösterreich erweitert, um dem steigenden Bedarf in der Region gerecht zu werden: In der Tagesbetreuung werden acht neue Plätze geschaffen, und zwar für Senioren mit Behinderung – eine stark wachsende Gruppe; außerdem sind neun neue Wohnplätze vorgesehen.

„Mit dieser Sanierung stellen wir sicher, dass unsere Klienten in zeitgemäßer Form wohnen und arbeiten können.“ Christine Leopold, Kolping-Präsidentin

Insgesamt werden nach dem Abschluss der Bauarbeiten in der gesamten Einrichtung an den beiden Standorten Kolpingstraße und Feldsbergerstraße 39 Wohnplätze und 76 Tagesbetreuungsplätze zur Verfügung stehen, davon 16 für Frauen und Männer, die aufgrund ihres Alters oder der Schwere ihrer Behinderung spezielle Förderung benötigen.

„Mit dieser Sanierung stellen wir sicher, dass unsere Klienten in zeitgemäßer Form wohnen und arbeiten können“, so Kolping-Präsidentin Christine Leopold über die Zielsetzung des Bauvorhabens, dessen Gesamtvolumen rund 6,6 Millionen Euro beträgt. Rund die Hälfte dieser Summe wird vom Land Nieder-österreich zur Verfügung gestellt.

Landtagspräsident Karl Wilfing war zu Beginn der Bauarbeiten gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Grießl in der Kolping-Einrichtung zu Besuch: „Wir sind sehr stolz auf diese Einrichtung und freuen uns, dass sie mit dieser Erweiterung eine noch größere Bedeutung bekommt“, betont Wilfing. Bürgermeister Thomas Grießl sieht die Erweiterung der sozialen Kompetenzen Poysdorfs sehr positiv sowie die Sicherung der professionellen Betreuung von Menschen mit Behinderung durch Kolping.

Die Fertigstellung des Bauvorhabens ist bis Ende 2022 geplant. Die Bewohner und Klienten werden während der Bauphase in hochwertigen Wohncontainern wohnen. Sie werden noch vor Weihnachten im Garten des Wohnhauses aufgestellt und dann im Frühjahr 2021 bezogen werden. „Keine leichte Aufgabe“, gibt sich die Gesamtleiterin der Einrichtung Christina Schodl-Meier keinen Illusionen hin: „Das wird eine ziemlich große Herausforderung für uns alle, aber dafür werden unsere Bewohner dann ein wunderschönes neues Zuhause haben!“