Schwimmen im Eiswasser. Vier Burschen stiegen in Poysdorf ins eiskalte Wasser, um sich zu stärken.

Von Werner Kraus. Erstellt am 26. Januar 2021 (17:16)
Die vier Eibesthaler Eisschwimmer waren am Wochenende am Poysdorfer Badeteich: Johannes Stadlbacher, Leonhard Strobl, Simon Strobl, Johannes Faber.
Werner Kraus

Der eine bereitete sich mit Meditation vor, der andere mit Liegestützen – um möglichst viel Luft in den Körper aufzunehmen. Doch schlussendlich taten alle dasselbe: Leonhard Strobl, sein Bruder Simon und deren Freunde Johannes Stadlbacher und Johannes Faber gingen am Samstag in den vereisten Poysdorfer Badeteich schwimmen.

Der Grund dafür ist keine Mutprobe, sondern Methode: Leonhard Strobl beschäftigt sich seit über einem Jahr mit der Wim-Hoff-Methode, die durch eine gezielte Atemtechnik das Baden bei diesen niedrigen Temperaturen ermöglicht.

„Mit kalt duschen und Atemübungen habe ich begonnen, im Sommer übte ich in einer Badewanne mit Eiswasser“, erzählt Strobl. Sein Bruder und seine Freunde profitieren von seinem Wissen und sind erst kurzfristig in diese Extremsportart eingestiegen, welche die Abwehrkräfte im Körper aufbauen kann.

Eis-Schwimmer fühlt sich lebendiger

„Man fühlt sich lebendig, motiviert und hellwach“, berichtet Strobl über seine Erlebnisse mit dem Eisbaden. Sein Freund Hannes hat auf diese Weise seine Allergie sehr gut in den Griff bekommen. Strobl warnt allerdings: „Das ist nichts für Abenteurer und Mutproben.“ Es ist dabei sehr wichtig, dass immer auch zusätzliche Personen mit dabei sind, die beim Anziehen helfen können oder alles wegräumen.

Die fünf Minuten des Eisschwimmens sind für die vier Burschen aber ganz besondere Momente in ihrem Alltag. Faszinierend, wenn man selbst mit warmer Winterjacke, Schal und Handschuhen am Steg kniet, um die vier bei ihrem Gang in das eiskalte Wasser zu fotografieren.