Weinviertler Marille: Merkmal ist die Vielfalt

In den Obstgärten der Region Poysdorf reifen Marillen in den verschiedensten Farbtönen.

Erstellt am 05. August 2021 | 05:18
Weinviertler Marille
Die Weinviertler Marille zeichnet die Sortenvielfalt aus: Christina Binder, Dominik Schreiber.
Foto: Werner Kraus

Die „extrem große Sortenvielfalt“ ist laut Obstbauer Dominik Schreiber das Besondere an der Marillenregion Weinviertel. So ist es möglich, dass vom 17. Juni bis hinein in den September Früchte geerntet werden.

Doch dieser Zeitraum ist kürzer, als er sein sollte: „In normalen Jahren gibt es bereits Anfang Juni Marillen, heuer war ein außergewöhnlich später Start“, erklärt Schreiber. In den warmen Sommertagen der letzten Wochen sind die Marillen wiederum sehr schnell gereift.

„Die Marillenanbauregionen Poysdorf und Kittsee und die traditionsreiche Wachau können sehr gut miteinander leben.“
Dominik Schreiber, Obstbauer

Die Sorten im Weinviertel reichen von Klassikern wie der Ungarischen Besten, der Aurora oder der Bergeron bis hin zu vielen interessanten Sorten, die zum Beispiel wegen ihrer Farbgebung in Vanille- oder Pfirsichtönen auffallen. Das Geschäft mit der Frucht läuft gut, wie Obstbauer Schreiber wissen lässt: „Nach Marillen herrscht große Nachfrage und daher können die beiden großen Marillenanbauregionen Poysdorf und Kittsee und die traditionsreiche Wachau sehr gut miteinander leben.“

Die heimische Marille werde überall auf einem hohen Qualitätslevel angebaut, das werde vom Konsumenten sehr geschätzt. „Die Sortenvielfalt bringt auch Sicherheit“, erläutert der Obstbauexperte aus Poysdorf: So gab es im sehr schlechten Jahr 2020 im Weinviertel dennoch Marillen.

Heuer haben Spätfrost, Sturm und Hagel sowie die Trockenheit, je nach Region, unterschiedlich viel Schaden angerichtet. Die Ernte fällt indes zufriedenstellend aus, Geschmack und Qualität beurteilt Schreiber mit „ausgezeichnet“.