Klimawandel wird Winzer belasten. Beim Weinbautag im Kolpinghaus konnte Bezirksweinbauverbandsobmann Gerhard Walek Vorträge rund um die Klimaveränderungen präsentieren. Der Klimawandel gilt als größte Herausforderung für mehrjährige Kulturen.

Von Werner Kraus. Erstellt am 24. Februar 2020 (17:53)

Christian Gabler von der Weinbauschule in Krems zeigte an Hand von Aufzeichnungen, dass die Temperaturen durch menschliche Aktivitäten wie Freisetzung von Treibhausgasen und Änderung der Landnutzung in den letzten 300 Jahren um zwei Grad angestiegen sind. Spürbar war dies seit der Industrialisierung am Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Weinblüte aber in Folge auch die Lesetermine liegen daher um rund ein Monat früher. „Steigender Zuckergehalt und sinkende Säure sind auch eine Folge davon“, hebt Gabler hervor. Ebenso Trockenstress, Hagel und Frost.

Hans Setzer, der Obmann des Weinkomitees Weinviertel, und Geschäftsführerin Ulli Hager berichteten über den Weinviertel DAC, der mit rund fünf Mio. Flaschen im Export eine starke Marke ist. Deutschland wird auch in Zukunft für österreichischen Wein die Nr. 1 sein und so werden die Marketingaktivitäten verstärkt. Natürlich sind die Österreicher ebenfalls treue Kunden: Der Weinbedarf hierzulande wird zu 80 Prozent mit heimischen Erzeugnissen gedeckt.

Wenn Deutschland nach österreichischem Wein fragt, steht der Grüne Veltliner im Mittelpunkt: 46 Prozent der Grüner Veltlinerernte stammen aus dem Weinviertel. Im Vergleich: Nur 5 Prozent aus der Wachau.

Ulli Hager rief beim Weinbautag dazu auf, den Verkauf des Weinviertel DACs zu steigern. Aufgrund der vorhandenen Qualitätsweine bei Grüner Veltliner gebe es Luft nach oben. „Jede Flasche Weinviertel DAC ist ein Botschafter für das Weinviertel“, sagt Hager hervor.

Mit dabei auch Bürgermeister Thomas Grießl, der langjährige Weinbaupräsident Josef Pleil sowie die Bezirksweinbau-Obmänner Ernst Bauer aus Zistersdorf, Willi Schubert aus Wildendürnbach und Christian Pleil aus Wolkersdorf.