Schrick zum dritten Mal bei NÖ Dorferneuerung dabei. Schrick ist seit 35 Jahren in der Dorferneuerung. Projekte bereits fix.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 06. Februar 2021 (04:36)
Die Kirchenstiege ist eines der Projekte in der dritten Periode der Dorferneuerung des Orts Schrick. Seit 35 Jahren sind die Schricker aktiv und setzten laufend Projekte um.
Michael Pfabigan

Zum dritten Mal macht Schrick bei der NÖ Dorferneuerung mit. „Dorferneuerung hat in Schrick bereits eine lange Tradition und zur Unterstützung von geplanten Vorhaben gibt es seit über 35 Jahren die Landesaktion Dorferneuerung“, weiß Friederike Tagwerker, die den Ort wieder in diesem Prozess begleitet.

Am Beginn steht dabei immer die Ausarbeitung eines Leitbildes, an dessen Entstehung die Bevölkerung beteiligt ist: Wohin will man sich in den kommenden Jahren entwickeln, was sind die Herausforderungen und Schwerpunkte, welche Anliegen kann man selbst in die Hand nehmen oder welche Angelegenheiten obliegen der Gemeinde. Dabei wurden die Schricker gefragt, wie sie die Angebote und die Situation im Ort selbst empfinden: Die Angebote für Jugendliche werden beispielsweise mit Schulnote 1,9 als ganz gut empfunden, die Gesundheitsversorgung - die Wahlärztin im Ort sperrte vor Jahren zu - ist mit 3,3 nur befriedigend. Ganz schlecht bewertet werden Übernachtungsmöglichkeiten im Ort (Note 4,1) und Besucherangebote (3,1), zufrieden ist man mit dem gastronomischen Angebot der beiden Gaststätten Landhaus und Gasthaus Stoik (Note 1,3). Nicht umsonst hört man in den Nachbarorten immer wieder: „Die Schricker lassen ihren Wirt leben.“

Umfrage als Basis für künftige Projekte

All diese Diskussionen münden in einem „Leitfaden“, der mithilfe einer geschulten Prozessbegleitung der NÖ.Regional.GmbH und über finanzielle Unterstützung des Landes NÖ über vier Jahre umgesetzt wird. Motor dabei ist der Dorferneuerungsverein Schrick mit seinem langjährigen Obmann Erwin Max.

Hauptprojekte für die nächsten Jahre sind die Sanierung der Kirchenstiegen, die Krauthügelkapelle, Integration von Zugezogenen sowie Fitnessgeräte auf öffentlichen Plätzen.

Detail aus der Umfrage im Ort: Ein eigener Mehrzwecksaal für diverse Veranstaltungen im Ort wurde mit Note 1,5 bewertet – würde aber direkte Konkurrenz zum Saal des Wirtshauses bedeuten. Denn manchmal wird der Saal im „Goldenen Igel“ dann doch zu klein. Ein derartiges Veranstaltungszentrum wird immer wieder diskutiert, aber mit dem Verweis auf die wichtige Ortsinfrastruktur Wirt hinausgeschoben. Zuerst will man sich den anderen Projekten widmen.