Bezirk Mistelbach: Weniger Arbeitsausfälle in Betrieben

Erstellt am 09. August 2022 | 20:00
Lesezeit: 3 Min
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In allen Branchen – vom Büro, über den Handel bis zur Gastronomie – ist es mit der neuen Regelung möglich, bei einer Corona-Infektion mit Maske zu arbeiten.
Foto: Werner Kraus
Ende der Quarantänepflicht trifft auf viel positive Resonanz. Arbeitgeber erzählen.
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 Ob in der Gastronomie, im Gesundheits- und Sozialbereich oder im Einzelhandel – wer mit dem Coronavirus infiziert ist und keine Symptome hat, darf trotzdem arbeiten gehen. Soweit das möglich ist, sollte hierbei vom Arbeitgeber die räumliche Trennung zwischen infizierten und nicht-infizierten Personen erfolgen. Sollte dies aufgrund räumlicher Begebenheiten nicht möglich sein, muss in Innenräumen und auch im Außenbereich bei weniger als zwei Metern Sicherheitsabstand eine FFP2-Maske getragen werden.

Viele neue Regeln also. Wie aber schaut die Realität bei Arbeitgebern im Weinviertel aus? 

Corona bedingte Ausfälle werden ab sofort nicht mehr vergolten, sondern werden wie jeder andere krankheitsbedingte Ausfall vom Arbeitgeber übernommen. Insofern werden hier auf jeden Fall die Kosten für die Arbeitgeber wieder steigen. Walter Tauscher, Geschäftsführer im Autohaus Lamberg, Wolkersdorf, sieht das relativ entspannt: „Natürlich werden die Kosten wieder steigen. Aber, ob mein Mitarbeiter jetzt wegen eines Gipsfußes zu Hause bleibt oder wegen einer Corona-Infektion, ist prinzipiell egal. Krankenstand ist Krankenstand.“ 

„War sowieso eine lange Durststrecke“

Überhaupt hätten die Überweisungen vom Bund für die Corona-Entfälle immer auf sich warten lassen, erklärt Therese Mayer von der Bäckerei Karl Bauer in Mistelbach. Insofern würden die Ausfälle zwar schon ins Gewicht fallen, „aber bis man das Geld bekommen hat, war das sowieso eine lange Durststrecke“, kritisiert Mayer. 

Positiv an der neuen Corona-Regelung ist auf jeden Fall, dass Mitarbeiter den Betrieben nicht mehr volle zehn Tage fernbleiben müssen. „Für uns war das immer ein Problem, dass die Mitarbeiter solange gefehlt haben, sogar wenn sie eigentlich schon wieder gesund waren“, erzählt Therese Mayer weiter. Gerade in Filialen, wo ohnehin nur zwei oder drei Mitarbeiter sind, musste schon ordentlich jongliert werden. Das sei jetzt viel angenehmer: Die Mitarbeiter bleiben zuhause, solange sie sich krank fühlen, dann sind sie wieder einsatzbereit. Und auch die Zeit, in der man jetzt mit Maske arbeiten muss, sei erträglich. „Wir sind es ja jetzt sowieso schon gewohnt“, lacht Therese Mayer. 

„Ich brauche meine Mitarbeiter fit“

Tauscher ist ähnlicher Meinung: „Ich brauche meine Mitarbeiter fit. Fühlen sie sich krank, sollen sie sich auskurieren und wieder kommen, sobald sie sich besser fühlen.“ Im Autohaus sei die Kontrolle der Maskenpflicht gut durchsetzbar: Im Klein- bis Mittelbetrieb kann gut kontrolliert werden, ob Abstände eingehalten und Masken getragen werden. 

Die Reaktionen der Kunden, wenn eine Mitarbeiterin in der Bäckerei Maske trägt, bleiben abzuwarten: „Dadurch, dass ja jetzt niemand mehr eine Maske tragen muss, wissen natürlich alle gleich, dass diejenige Corona hat. Da muss man eben abwarten, wie das wird“, schließt Mayer ab. 

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