Gegner bremsen Umfahrung aus. Jetzt tritt ein, wovor Kritiker schon vor Baubeginn gewarnt hatten:

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 08. Februar 2017 (05:45)
Die Bauarbeiten an der Nordautobahn Schrick-Poysbrunn laufen nach Plan: Insgesamt werden vier Millionen Kubikmeter Bodenmaterial bewegt, das sind 400.000 Lkw-Fuhren. Von den 45 Brückenobjekten sind 30 bereits im Rohbau fertig. 
Asfinag

 Die Jahresfrist des im UVP-Bescheid vorgesehenen zeitlichen Abstands bei der Fertigstellung von Nordautobahn und Umfahrung Drasenhofen wird nicht zu halten sein, da Einsprüche gegen Wasserrechts- und UVP-Bescheid von Projektgegnern das Verfahren bremsen.

Einsprüche der Gegner bremsen Projekt

„Es gab Einsprüche von Drasenhofner Bürgern, tschechischen Organisationen und von den Autobahngegnern VIRUS“, sagt Alexander Walcher, Geschäftsführer ASFINAG Bau Management GmbH: „Inhaltlich sind keine neuen Tatbestände auszumachen, aber sie müssen behandelt werden. Auch wir haben unsere Stellungnahmen eingereicht.“ Derzeit liege der Fall beim Bundesverwaltungsgericht. Walcher rechnet damit, dass die entsprechende Verhandlung noch vor dem Sommer stattfindet und die Abweisung aller Einsprüche spätestens im Herbst erfolgt.

„Das heißt, dass wir mit dem Bau der Umfahrung Drasenhofen frühestens im Winter 2017/18 beginnen können“, sagt Walcher. Und die Frist, ab der die ASFINAG ein Jahr lang Zeit hat, die Umfahrung zu bauen, beginnt mit 1. Dezember: Denn dann soll die Nordautobahn bis Poysbrunn für den Verkehr freigegeben werden. In zwölf Monaten lässt sich allerdings das knapp fünf Kilometer lange Straßenstück nicht aus dem Boden stampfen. „Wir gehen davon aus, dass wir mit der Umfahrung Drasenhofen im Sommer 2019 fertig sind“, sagt Walcher. „Formal ist das ein halbes Jahr zu spät!“

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