Weinviertel auf dem Weg zur „Smarten Region“. Dorfoffice und Co: Digitalisierung als Chance zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft, das war das zentrale Thema des vierten Webinars zur Strategieentwicklung für das Weinviertel. Zukunftsforscher Andreas Reiter gab den TeilnehmerInnen Impulse zur künftigen Entwicklung der Region und danach wurden Praxisbeispiele und Zukunftsszenarien ONLINE diskutiert.

Von Redaktion Mistelbach. Erstellt am 10. Juni 2021 (07:08)
Obmann René Lobner und Markus Weindl (LEADER Region Marchfeld), Christine Filipp (LEADER Region Weinviertel Ost), Regionssprecher Thomas Speigner mit Sonja Eder und Günther Laister (LEADER Region Weinviertel Donauraum), Renate Mihle mit Obmann Johann Gartner (LEADER Region Weinviertel Manhartsberg). Durch den anregenden Vortrag von Zukunftsforscher Andreas Reiter (ZTB Zukunftsbüro), Wolfgang Fuchs (WKO NÖ) und Bettina Rehwald (Initiative Gründung findet Stadt) kommen viele neue Ideen ins Weinviertel.
Usercontent, LEADER Region Weinviertel Ost

Digital, kreativ, vernetzt – Neue Chancen fürs Arbeiten und Wirtschaften in der Region – so der Titel des Impulsreferates von Andreas Reiter. Durch Home-Office und Home-Schooling befindet sich der Arbeitsalltag im Umbruch, nicht zuletzt beschleunigt durch die Pandemie. Schnelles Glasfaserinternet, Co-Working und Dorfoffice-Projekte können auch kleine Gemeinden zu Gewinnern der Digitalisierung machen.

 „Durch die Digitalisierung erlebt der ländliche Raum eine Renaissance“, ist sich Zukunftsforscher Andreas Reiter vom ZTB Zukunftsbüro in Wien sicher.

Um junge kreative in der Region zu halten braucht es aber auch „Soziale Exzellenz“. Damit gemeint sind die sogenannten weichen Standortfaktoren wie leistbares Wohnen, familienfreundliche Infrastruktur, ein hochwertiges Bildungsangebot und intermodale Mobilität.

Wer das Wort „smart“ im Internet sucht findet Produkte, Dienstleistungen, Konzepte etc. die unser Leben erleichtern sollen. So nutzt bereits fast jeder ein Smartphone für die unterschiedlichsten Tätigkeiten im Alltag. Die eigentliche Übersetzung bedeutet auch clever, klug, gewitzt, elegant, tüchtig. In einer Podiumsrunde wurden einige „schlaue Möglichkeiten“ an bereits umgesetzten Projekten vorgestellt.

Mag. Wolfgang Fuchs, Experte der Wirtschaftskammer für einkaufsfördernde Maßnahmen in Stadt- und Ortszentren, erläuterte Maßnahmen, die im Rahmen der Förderaktion NAFES des Landes Niederösterreich umgesetzt wurden. Als Beispiel nannte er die neuen City-Apps.

Bettina Rehwald von der Initiative „Gründung findet Stadt“ der LEADER Region Eisenstraße Niederösterreich wiederum hat Lösungsansätze zur Verringerung von leerstehenden Geschäftslokalen in Ortszentren parat: im Mostviertel erhalten Jungunternehmer, die sich in einem Leerstand im Stadtkern ansiedeln finanzielle Unterstützung.

Unter diesem Motto arbeiten die vier LEADER Regionen im Weinviertel gemeinsam an der dynamischen Weiterentwicklung unserer Region. Anlass dieser Zusammenarbeit ist die Erstellung der regionalen LEADER-Strategien für die nächste EU-Förderperiode. Den Start in den Strategieprozess bildet die seit Februar laufende Webinarreihe zu spannenden Trends, die die Zukunft des Weinviertels nachhaltig beeinflussen werden. Das Interesse war enorm: Bis zu 200 Personen verfolgten jeweils die insgesamt 5 Webinare, die seit Februar monatlich online abgehalten wurden.

Im Anschluss an die Tipps der Experten wurden einige Praxisbeispiele und Ideen für die Zukunft diskutiert. Viele unterschiedliche Herangehensweisen und Meinungen zur „Smart Region“ brachten am Ende die TeilnehmerInnen zu dem Schluss: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, gemeinsam für das Weinviertel die richtigen Fäden zu ziehen, um zu einer noch LEBENS.werteren Region zu werden.

Über den Erfolg der Werbinarreihe zeigt sich Christine Filipp, Geschäftsführerin der LEADER Region Weinviertel Ost stolz: „In den Webinaren haben wir viel gelernt, neue Ansätze und Impulse erhalten und uns ausgetauscht über die Themen, die zukünftig für unser Weinviertel angegangen werden sollten. Da möchten wir weiter ansetzen und gemeinsam für unsere Region weiterarbeiten.“ Die nächsten Schritte dafür sind bereits in Planung, die LEADER-Regionen des gesamten Weinviertels ziehen hier an einem Strang und freuen sich auf die Weiterentwicklung des Weinviertlels.