Urlaub: Keine Angst vor Terror. Die Weinviertler zieht es nach Griechenland und Spanien, Ägypten ist wieder im Kommen.

Erstellt am 15. Juli 2017 (04:00)
APA (dpa)

Der Sommer und die Hitze haben das Weinviertel längst erreicht, am Arbeitsplatz ist es kaum noch auszuhalten und man steckt in Gedanken schon die Zehen in den Sand und schlürft den eisgekühlten Cocktail. Oder soll es doch lieber ein schöner See in den Bergen sein?

Meer und Strand bevorzugt

Für die Mehrheit der Weinviertler stellt sich diese Frage nicht: Das Meer und der Strand werden eindeutig bevorzugt.

Griechenland und Spanien sind bei Ruefa im Sommer 2017 sehr beliebt und boomen regelrecht, sagt Mistelbach-Filialleiterin Silvia Huber: „Trotzdem gelten die langjährigen Favoriten Italien und Kroatien nach wie vor als Lieblingsurlaubsziele der Selbstreisenden.“ Vor allem Familien mit sehr jungem Nachwuchs reisen am liebsten mit dem eigenen Auto in den nicht so weit entfernten Süden, da man auch ohne dem Flugzeug relativ schnell das Meer erreichen kann.

Türkei und Ägypten sind aufgrund der dortigen Krisen in den letzten zwei Jahren von den Weinviertlern nicht gerne bereist worden, jedoch gab es heuer aufgrund eines tollen Preis-Leistungs-Verhältnisses wieder mehr Buchungen, die auch zu sehr positiven Rezensionen führten. Die Buchungszahlen liegen aber weit hinter den vergangenen Spitzenzeiten.

„Die wenigsten haben Angst vor Terror am Urlaubsziel. Sie haben maximal ein paar Bedenken!“Mario Steinwedel, Columbus Reisen

Durchschnittlich werden Urlaube ein bis zwei Wochen im Sommer gebucht, wobei besonders beim Strandurlaub auf ein gutes Hotel geachtet wird, das am besten nicht weit von schönen Stränden und dem Meer entfernt ist. Die meisten wollen sich im Urlaub etwas gönnen, weshalb hochwertige Hotelanlagen im 4- bis 5-Sterne-Bereich im Trend sind.

Silvia Huber von Ruefa Mistelbach: Dank günstiger Angebote kehren die Touristen langsam wieder nach Ägypten zurück. Die Top-Destinationen der Weinviertler bleiben aber Spanien und Griechenland.
Pfabigan

Laut Mario Steinwedel von Columbus Reisen werden am liebsten „All inklusive Urlaube“ gebucht, da die Kosten von Anfang an feststehen und im Urlaub keine Abstriche gemacht werden müssen. Ansonsten sind die Weinviertler eher unkomplizierte Urlauber. „Die Kundenanfragen werden trotzdem immer individueller“, betont Silvia Huber, da es heutzutage schon viel mehr Möglichkeiten gibt und so auf die Wünsche der Kunden immer mehr eingegangen werden kann.

Wenn die Weinviertler reif für die Insel sind, spielt das Alter keine Rolle: Egal ob Pensionisten oder junge Freundesgruppen - alle favorisieren für ihre Sommerpause die südlichen Regionen. Dabei bevorzugen auch die Meisten das Flugzeug anstatt selbst zum Urlaubsziel zu fahren. Sobald sie auf der Insel angekommen sind, möchten die meisten relaxen und sich vom stressigen Alltag erholen. Kulturtrips werden lieber in den Herbst oder Frühling verschoben, wenn es nicht mehr so heiß ist.

Sollten sich die Urlauber für eine Städtereise entscheiden, haben die wenigsten Angst vor möglichem Terror am Urlaubsziel, höchstens ein paar Bedenken. Aufgrund der vielen günstigen Flugangebote ist die Nachfrage nach Städtetrips besonders hoch. „Besonders Rom, Barcelona und nordische Städte, wie Stockholm und Kopenhagen stehen derzeit hoch im Kurs“, betont Steinwedel.