Krimiautorin Rossmann präsentiert 200 Rezepte. Krimiautorin Eva Rossmann bleibt ihrer Krimiheldin Mira Valensky auch im 23. Band der Serie treu: Ab 24. August gibt es das neue Buch „No Stress/Mira kocht“, in dem 200 Rezepte, alle Gerichte aus den Mira-Valensky-Krimis enthalten sind.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 28. August 2021 (05:01)
Krimiautorin und Köchin Eva Rossmann
In „No Stress/Mira Kocht“ präsentiert Krimiautorin und Köchin Eva Rossmann ihre Lieblingsrezepte und alle Rezepte ihrer Mira-Serie.
Cornelia Krebs

Das Buch ist das zweite Mira-Kochbuch im Miraversum Rossmanns. Die Wahl-Auersthalerin und Köchin in Manfred Buchingers Haubenlokal „Alte Schule“ in Riedenthal im NÖN-Interview über ihre Krimiheldin Mira, das Kochen und nächste Projekte.

NÖN: Warum ist das Kochen für Mira Valensky/für Eva Rossmann so wichtig? Was verbindet euch dabei, was unterscheidet euch?

Eva Rossmann: Wir kochen am liebsten mit dem, was gerade da ist. Es gibt so viele Möglichkeiten und Kombinationen, für die man keine komplizierten Zutaten und Zubereitungen braucht. Für uns ist Kochen keine heilige Handlung, sondern Freude, Entspannung und die Chance, etwas zu tun, bei dem es rasch Belohnung gibt: Weil ebenso gern, wie wir kochen, essen wir auch. Was uns unterscheidet? Ich bin auch Profi – ein ordentlicher Lehrabschluss kann keinem schaden. Dank Manfred Buchinger und seinem Gasthaus „Zur Alten Schule“, in dem ich immer noch mit koche.

Warum erscheinen jetzt die gesammelten Rezepte aus den Büchern? Ist das so gesehen das 23. Mira-Buch (wenn man auch „Mira kocht“ mitzählt)?

Rossmann : Ja, so gesehen stimmt das: 20 Krimi-Bände, der aktuelle Erzählungsband „Vom Schönen Schein“ und zwei Kochbücher. Unglaublich, wenn man sie alle nebeneinander sieht – aber es ist eben auch einiges an Zeit vergangen. Und weil ich, so wie alle anderen, in den ersten Monaten des Jahres besonders viel Zeit hatte, daheim zu kochen, hab ich beschlossen, dieses Kochbuch zu machen. Es geht übrigens weit über die Mira-Rezepte hinaus. In „No Stress“ ist alles drin, was ich gerne koche – und ich habe mir erlaubt, auf regionale Einschränkungen zu verzichten. Grenzen gibt’s ohnehin viel zu viele.

440_0008_8158401_mis34mira_koch_large_.jpg
„No Stress/Mira Kocht“
zVg

Warum schreiben Sie gerne Kochbücher?

Rossmann : Damit ich mich selbst an das erinnere, was ich gekocht hab! (lacht) Naja, zumindest auch. Ich variiere ständig und irgendwann denke ich mir, da war doch was, das ganz besonders gut geworden ist … Aber in erster Linie hat es wohl doch damit zu tun, dass ich einfach gerne weitergebe, was mir Freude macht. Und weil ich auch so, ähnlich wie in meinen Romanen, ein bisschen etwas über das eine oder andere Stückchen Welt erzähle. Die Küche der sardischen Hochebene, der Duft von Sternanis in vietnamesischen Gerichten, das Reisfleisch meiner Kindheit … Geschmäcker und Gerüche gehören für mich zu den stärksten und beständigsten Eindrücken.

Stimmt es, dass Sie auch alle Fotos selbst gemacht haben?

Rossmann : Ja, das war eine ziemliche Herausforderung. Aber wir waren sehr lange im Lockdown. So hab ich jeden Abend gekocht, gemessen und mitgeschrieben – denn immerhin sollen ja auch die Mengenangaben stimmen – und dann noch bei mir in der Küche fotografiert. Ich wollte ohnehin keine Hochglanzfotos, die kaum jemand nachvollziehen kann, sondern normale, fröhliche Bilder. Und dank des großartigen Verlagsteams habe ich gelernt, wie Text, Rezepturen, Grafik, Bilder zusammenspielen müssen, damit ein kulinarisches Ganzes daraus wird. Jetzt bin ich richtig stolz und traue mich – anders als bei den Romanen – zu sagen: Das Buch ist richtig schön geworden und ich hab riesige Freude damit!

Ein Ausblick? Mira 24 wird wann erscheinen? Was wird Thema sein?

Rossmann : Der nächste Mira-Valensky-Band wird im Herbst 2022 erscheinen – wenn alles gutgeht und sofern man noch planen kann. Im Mittelpunkt stehen die Hundertjährigen von Sardinien. Nur auf vier Plätzen der Welt werden so viele Menschen so überdurchschnittlich alt. Das gepaart mit der Geschäftemacherei mit angeblicher Naturmedizin und diversen Heilsversprechen könnte eine bekömmlich-mörderische Mischung ergeben.