Badeangebot erweitert. Mit einem Bürgerkomitee wurden Neuerungen rund um das Weinlandbad Mistelbach ausgearbeitet und mit der Saison, die am 9. Mai begann, umgesetzt.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 14. Mai 2015 (06:00)
NOEN, Carina Rambauske
Start in die Badesaison 2015: Markus Schuller, Selin, Florian Ladengruber, Traute Wild, Renate Knott, Christoph Gahr, Markus Bsteh, Heinrich Krickl, Magdalena Schwammel und Barbara Schuller. (Nicht im Bild: Initiator der Bürgerbeteiligung Herbert Wild)

Seit 9. Mai ist es wieder eröffnet: Das Weinlandbad Mistelbach, das größte Freibad des Bezirks, lädt - mit neuer Breitrutsche, erweiterten Öffnungszeiten und einigen anderen Neuerungen - zu Spaß und Entspannung am und im Wasser ein. Doch es ist nicht wie in den Jahren davor: Mit Bürgerbeteiligung par exellence geschah viel rund um das Angebot des Bades (die NÖN berichtete).

„Die Hoffnung ist, dass durch diese tolle Erweiterung
viele Weinviertler kommen und das Angebot
genießen und das Freibad als Freizeitoase nutzen!“
Markus Schuller

Im letzten Jahr bemerkten „Weinlandbad-Haudegen“ beim gemütlichen Plausch auf den Sonnenliegen, dass sie doch so einige Ideen hätten, wie es im größten Freibad des Bezirks noch feiner werden würde. „Wir sind alle fleißige Schwimmer und uns gefällt es hier im Freibad wirklich sehr gut.

Doch wir wollten einfach, dass es uns noch besser gefällt“, erklärt Markus Schuller den Grundgedanken. Rund um Markus Bsteh, Herbert Wild und Magdalena Schwammel bildete sich schließlich eine Bürgerinitiative, die einen Plan entwarf, das Weinlandbad zu attraktivieren. „Doch wir wollten nicht nur theoretisieren“, betonte Bsteh, weshalb die aktiven Mistelbacher einen Brief mit Ideen verfassten und in Form einer klassischen Unterschriftenliste Unterstützung suchten.

"Freuen uns, wenn Leute mitgestalten wollen"

423 Unterschriften und eine Kontaktaufnahme mit Bürgermeister Alfred Pohl später gab es im November die erste Begegnung - „Eine sehr konstruktive! Es wurde wohlwollend und konstruktiv diskutiert“, erinnert sich Schuller. „Wir hatten ja eigentlich keine Chance“, meint Sportstadtrat Florian Ladengruber schmunzelnd. Denn die Vorschläge waren konkret ausgearbeitet und gut durchdacht. „Es waren wirklich gute Überlegungen und es freut uns, wenn es Leute gibt, die aus eigenem Antrieb mitgestalten wollten“, so Ladengruber weiter.

Eines der größten Anliegen der Bürgerinitiative war die Erweiterung der Öffnungszeiten: Der Bademeister hat nun die Befugnis, das Bad an heißen Tagen länger offen zu lassen.

Ein besonderes Service wird auch Sportvereinen oder Schulklassen zugesprochen: Für Kurse oder Trainings können über Christoph Gahr von der Stadtgemeinde Schwimmbahnen reserviert werden. Und: Die Kurzzeitkarte feiert ihr Comeback. „Sie ist, genau wie die Abendkarte, bei den Mistelbachern, die nach der Arbeit noch kurz eine Runde im Freibad schwimmen oder einfach nur entspannen wollen, sehr beliebt“, führt Bsteh aus.

Evaluation am Ende der Saison

„Die Hoffnung ist, dass durch diese tolle Erweiterung viele Weinviertler kommen und das Angebot genießen und das Freibad als Freizeitoase nutzen“, möchte das Bürgerkomitee eine Belebung dieser Freizeiteinrichtung erzielen.

Am Ende der Saison ist ein Zusammentreffen geplant, um die Ergebnisse zu evaluieren. „Man sieht erst in der Praxis, wie es rennt. Wir sind keine heiligen Päpste, die alles wissen, sondern wollen uns bemühen, es auch weiterhin zu verbessern“, so Schuller abschließend.


Im Detail

  • Die Badesaison im Weinlandbad läuft bis 13. September.

  • Im Juni und Juli ist bei Tagestemperaturen über 30 Grad Celsius das Freibad bis 21 Uhr geöffnet. Das Bad wird ab einer Lufttemperatur von 18 Grad Celsius im Schatten geöffnet.

  • Kurze Regengüsse und Gewitter sind kein vorzeitiger Schließungsgrund, der Badebetrieb wird nach einer Unterbrechung wieder aufgenommen.

  • Saisonkartenbesitzer können auch an geschlossenen Tagen das Weinlandbad von 9 bis 11.30 Uhr benutzen.

  • Das Sportbecken ist grundsätzlich nur für sportliche Schwimmer in den dafür vorgegebenen Bahnen vorgesehen.

  • Für langsame Genussschwimmer stehen die ersten zwei Schwimmbahnen ohne trennende Zwischenleine zur Verfügung.

  • Für Schwimmkurse von Sportvereinen können zu jeder Tageszeit im Sportbecken ein bis zwei Bahnen reserviert werden.

  • Für die Saison 2015 wurde wieder die 2-Stunden-Kurzzeitkarte eingeführt. Ebenso wurden die Tarife für die Komfortkästen gesenkt.