Schilf, Donauschwaben und ungarische Kellergassen. 46 Kellergassenführerinnen und –führer machten sich mit dem Verein der „KellergassenführerInnen Weinviertel“ auf die Reise, um Kellergassen in Süd-Ungarn zu besichtigen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 18. Juni 2019 (15:24)

Vor allem die Donauschwaben haben entlang der Donau in ihren besiedelten Orten Kellerdörfer errichtet, die den Weinviertler Kellergassen gar nicht unähnlich sind. Vor allem die touristische Nutzung und die Erhaltung der Presshäuser standen im Mittelpunkt des Interesses.

Einer der Höhepunkte war die Besichtigung des Kellerdorfes in Györköny in Transdanubien. Einzelne Presshäuser waren noch mit Stroh und Schilf gedeckt, malerisch an einem Hügel neben dem Dorf gelegen und mit Nussbäumen bepflanzt. Über 300 Keller gibt es auf der „Kellerhöhe“.

Auch die Kellergasse in Villany ist sehenswert und außerdem denkmalgeschützt. Schließlich konnte in der Kellergasse Csaszartöltes ein Presshaus besichtigt werden, das mit einer Ferienwohnung ausgestattet ist. Die KellergassenführerInnen holten sich jedenfalls wertvolle Anregungen für ihre Führungen daheim.
Insgesamt konnte festgestellt werden, dass diese Kellergassen in Südungarn touristisch vergleichsweise noch wenig vermarktet werden.

 Trotzdem gibt es ähnliche Kellergassen wie im Weinviertel in einer Entfernung von mehr als sechs  Stunden Busfahrt.