Nur Einkauf kann Nahversorger-Standort sichern. Sandra Höfling übernimmt den Nahversorger im Ort in der alten Schule.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 21. Februar 2018 (04:00)
Michael Pfabigan
Wiedereröffnung des Kaufhauses in Schrick: Ortsvorsteher Johann Lehner, Unternehmerpaar Roman und Sandra Höfling und Bürgermeister Richard Schober.

Der Ort hat endlich wieder einen Nahversorger: Am 16. Februar sperrte das Kaufhaus in der ehemaligen Schule wieder auf, nachdem die frühere Kauffrau das Geschäft Ende November geschlossen hatte.

Neue Kauffrau in Schrick ist die Ur-Schrickerin und gelernte Kauffrau Sandra Höfling, die das Kauffrausein von der Pike auf gelernt hatte. Warum wird man Kauffrau? „Ich hab´ die Chance genutzt“, bekennt die Schrickerin, zu der Ortsvorsteher Johann Lehner sofort Kontakt aufgenommen hatte, als bekannt wurde, dass die frühere Nahversorgerin zusperren will. Und er konnte sie überzeugen, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen.

„Kauft‘s ein, damit wir das Geschäft für Schrick erhalten können!“Bürgermeister Richard Schober

Entsprechend froh ist Bürgermeister Richard Schober: „Es war für uns ein Schock, als wir erfuhren, dass das Geschäft geschlossen werden soll“, sagt er. Das wäre der zweite Verlust von Infrastruktur im Ort gewesen, nachdem die Ärztin im gleichen Haus zugesperrt hatte: „Da sind wir noch auf der Suche. Aber solange wir keine Kassenstelle bekommen, werden wir keinen Arzt finden“, glaubt das Gemeindeoberhaupt.

Mit der neuen Kauffrau und dem Großhändler, der Garser Firma Kiennast, wurde in das Geschäftslokal investiert: „Es war eh Zeit, im Lokal etwas zu erneuern“, sagt Schober. Seit 2009, der Eröffnung des Kaufhauses in der alten Schule hätten sich einige Arbeiten angesammelt. „Dank der Mithilfe von Höfling und Kienast konnten wir den Nahversorger retten“, sagt Richard Schober.

Die Eröffnung 2009 war eine seiner ersten Eröffnungen, sagt Großhändler Julius Kiennast, er sei froh, dass eine kompetente Nachfolge gefunden werden konnte.

Appell des Bürgermeisters: „Kauft‘s ein, damit wir das Geschäft für Schrick erhalten können!“ Die junge Kauffrau sieht´s pragmatisch: „Wir werden das schon schaukeln.“ Und: Sie freue sich, wenn die Kunden weiter kommen, nicht nur zur Eröffnungsfeier.