Therapiehündin Mali: Eine Lehrerin zum Kuscheln. Schüler der Sport-MS in Laa lieben die Besuche von Therapiehündin Mali.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 03. Juni 2021 (04:33)

Die Sportmittelschule Laa ist auf den Hund gekommen: Mali, eine dreijährige Mischlingshündin aus der Slowakei – sie wurde als Welpe an einer Tankstelle ausgesetzt – hat nun eine wertvolle Aufgabe als geprüfte Therapiebegleit- und Schulhündin an der Sportmittelschule Laa bekommen.

Ihr stolzes Frauchen Barbara Zeinler unterrichtet an der Sportmittelschule Laa und freut sich, dass sie nach einer intensiven Ausbildung in Theorie und Praxis einen Co-Pädagogen auf vier Pfoten an ihrer Seite hat. „Tiergestützte Pädagogik ist gerade in Zeiten von Corona eine zusätzliche Bereicherung für Jung und Alt“, weiß Barbara Zeinler: „Spannend ist zum Beispiel, dass ruhigere Kinder mehr aus sich herauskommen und sich öffnen. Auch verhaltensauffällige Schüler profitieren von Mali, denn die Schulhündin beeinflusst das Wohlbefinden, die Stimmungslage und die Lernatmosphäre positiv.“

Üblicherweise döst Mali während des Unterrichts, somit lernen die Heranwachsenden leiser und konzentrierter, ihre Arbeiten zu erledigen. „Kinder ohne Haustier kommen in den Genuss, den Alltag tierisch zu erleben“, weiß die Lehrerin. Im Sportunterricht motiviert Mali die Kinder zum Bewegen und begleitet die Klasse ab und zu beim Laufen. Die Lehrerin ist beeindruckt, dass sich das gesamte Team der Sportmittelschule über die Anwesenheit ihres Vierbeiners freut. „Witzig ist, dass in der Früh bei Eintritt ins Lehrerzimmer Kolleginnen und Kollegen die Hündin zuerst begrüßen“, lacht Zeinler.

Da ihre Partnerin mit der kalten Schnauze nur an manchen Tagen in der Woche die Schule besucht und die Begeisterung vonseiten der Kinder sowie der Eltern riesig ist, wurde für kommendes Schuljahr 2021/22 ein neuer Freigegenstand ins Leben gerufen. Die hohe Anmeldungszahl für das freiwillige Fach „Tier & wir“ zeigt, dass die Nachfrage von tiergestützten Interventionen groß ist. In diesem Gegenstand dürfen sich die Kinder nicht nur mit Tieren und der Natur auseinandersetzen, sondern erfahren auch Begegnungen mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Auch eiBesuche mit gemeinsamen Aktivitäten im Altersheim und diversen anderen Einrichtungen sind geplant.

Mali und Babsi stehen in den Startlöchern und freuen sich auf den neuen Freigegenstand.