Mobilfunker bildet Fachkräfte selbst aus. Der Olgersdorfer Franz Pichler ist sehr erfolgreich als Mobilfunkbetreiber mit der Marke Spusu unterwegs. Hauptproblem vieler technischen Unternehmen ist das Personal. Daher investieren viele in Headhunter die neue Mitarbeiter suchen. Spusu macht es anders und investiert im Rahmen der Spusu Akademie lieber in die Mitarbeiter selbst.

Von Werner Kraus. Erstellt am 09. September 2019 (13:15)

Die Idee dazu kam von Gattin Andrea Pichler bei einem Ausflug durchs Weinviertel. Franz Pichler konnte es nun gemeinsam mit der Ferdinand Porsche Fachhochschule aus Wiener Neustadt umsetzen. Dem Mobilfunker Spusu wurden zehn Plätze für Wirtschaftsinformatik seitens des Ministeriums in dieser Zusammenarbeit mit der Fachhochschule genehmigt. Das Unternehmen bezahlt die kompletten Studienkosten.

Diese zehn Mitarbeiter können nun im Rahmen ihrer Vollzeitarbeit Praxis sammeln und auch einen Tag im 39. Stock des DC Towers auf Kosten der Firma studieren.

"In anderen Unternehmen müssen Mitarbeiter von Voll- auf Teilzeit umsteigen, um studieren zu können. Im Rahmen der Spusu Akademie ist alles Inklusive", sagt  Franz Pichler. Er  stellte dieses Modell und die ersten zehn Studenten des heurigen Jahrganges Landtagspräsidenten  Karl Wilfing vor.

Bereits für das kommende Jahr gibt es die ersten drei Anmeldungen für diese zehn Studienplätze. Die Auswahl der Studenten erfolgt jeweils im Rahmen eines Hearings. "Nach einigen Jahren Bachelor Studiums werden wir auch zusätzlich einen Masterlehrgang ergänzend anhängen",  sagt Franz Pichler. 

Neun von zehn Studenten kommen aus Niederösterreich. Insgesamt arbeiten derzeit 108 Mitarbeiter bei Spusu in Wien und Wolkersdorf.