„Ein Erfolg auf voller Linie!“. Bestes Wetter, tolle Stimmung und wahre Besuchermassen lassen Organisatoren jubeln.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 30. August 2016 (09:10)

 Es war schlichtweg ein perfektes Stadtfest, das da am vergangenen Wochenende über die Bühnen am Mistelbacher Hauptplatz ging: Perfektes Wetter, laue Nächte, bestes Programm und beste Stimmung. Einzig der Hauerumzug geriet am Sonntag bei hochsommerlichen Temperaturen mit einer Umzugszeit von über drei Stunden deutlich zu lang.

Musikalisch hatten die Organisatoren Christoph Gahr, Erich Stubenvoll und Karl Polak auf Themenabende gesetzt: Der Freitag gehörte dem Rock und der Partystimmung, ruhiger ging es dann am Samstag zu, der Sonntag gehörte mit dem „Lad‘ umtragen“ der Hauerinnung und der Blasmusik den Traditionalisten.

Ein Konzept, das aufging: War der Hauptplatz schon am Freitag voll, so schoben sich die Menschenmassen am Samstag regelrecht durch das Zentrum. Und auch über den Sonntagsbesuch konnten die Organisatoren nicht meckern.
„Ich bin zum ersten Mal nach der Schlussverlosung wirklich gelöst, weil ich zufrieden bin!“, sagt Erich Stubenvoll: „Ich bin überwältigt von den vielen positiven Rückmeldungen!“ Auch Tourismus-Chef und Haubenkoch Karl Polak ist zufrieden: „Wir konnten wettermäßig aus dem Vollen schöpfen!“ Seitens der Gastronomie seien alle vollkommen zufrieden, stellenweise waren die Wirte am Sonntag-Abend ausverkauft.

 „Ein Erfolg auf voller Linie!“

 „Was aber nicht heißt, dass wir nicht auch heuer wieder etwas dazu gelernt haben“, gesteht Erich Stubenvoll. Eine der Problemzonen des Festes ist der Samstag-Nachmittag: Da war der Besuch eher schwach, am Apfelstrudel-Bewerb hielt sich das Interesse eher in Grenzen: „Da müssen wir uns noch was einfallen lassen“, sagen Polak, Stubenvoll und Gahr.

Welche Änderungen sind für nächstes Jahr angepeilt? „Wir möchten die Marktgasse zur Heurigenzone für die Gäste etablieren, die es gerne ruhiger und beschaulicher haben wollen“, kündigt Erich Stubenvoll an. Ein Vorhaben, das auch Bürgermeister Alfred Pohl gut findet: „Das ist dann ein Schritt in Richtung räumlicher Ausdehnung des Festes über den Hauptplatz hinaus!“ „Wir werden wachsen“, sagt auch Stuben, voll: „Aber es wird ein gesundes Wachstum sein!“

Denn jede neue Fläche muss auch während des gesamten Festes entsprechend bespielt werden.
Einziger Kritikpunkt: Der von 14 bis 17.15 Uhr dauernde Hauerumzug: Wesentliche Kürzungen im Ablauf seien nicht erwünscht, heißt es aus Kreisen der Organisatoren, die sich mit Wünschen nicht durchsetzen konnten.

 

 

Rockiger Start für Stadtfest

    

 Beste Stimung beim Mistelbacher Stadtfest: Bisher wurde das Stadtfest einfach formlos gestartet - heuer gab es einen Bieranstich zum Auftakt: Bürgermeister Alfred Pohl und Landtagsabgeordneter Kurt Hackl schlugen das erste Fass Bier an und sorgten dafür, dass der Abend mit Freibier beginnen konnte.

Unter den Gästen: Arbeitsmarkt-Service-Mistelbach-Chefin Marianne Bauer, Polizeiinspektionskommandant Kurt Hütter, Asparns Bürgermeister Manfred Meixner und Kasernenkommandant Hans-Peter Hohlweg.

Sie genossen die Stimmung am Hauptplatz in der lauen Spätsommernacht. Neumarkts Partnerschaftsreferent Helmut Jawurek führte sie, falls sie diese noch nicht kannten, in die Vorzüge von Bier aus der oberpfälzischen Partnerstadt ein.

Die Musik von Red Flag, Letters for Lori und Sedi Penz begeisterte Hobby-Rockmusiker Hackl: „Ein Stadtfest kann nicht besser beginnen, als mit einem guten Gitarrensolo!“, urteilte der Landtagsabgeordnete.

 Hitzeschlacht beim Umzug

 Landeshauptmann-Stellvertreterin Hanni Mikl-Leitner war Ehrengast, als die Mistelbacher Hauerinnung ihren neuen Oberzechmeister offiziell ins Amt versetzte: Wolfgang Seltenhammer und die Erste Bank übernehmen das traditionsreiche Amt von Harald Huber.

Ebenfalls unter den Gästen: Alt-Landtagspräsident Edmund Freibauer, Landtagsabgeordneter Manfred Schulz und Bundesweinkönigin Christina Hugl.

 Brauerei-Chef beim Fest

 Einen Bieranstich mit Neumarkter Bier gibt es beim Stadtfest jedes Jahr. Heuer war aber erstmals der Chef einer der drei Brauereien der oberpfälzischen Partnerstadt dabei: Goswin Diepenseifen, Chef der Gansbrauerei, war mit Familie gekommen, um sich den Unterschied zwischen bayrischer Bier- und Weinviertler Weinkultur anzusehen.

Dass die Welt klein ist, zeigt der Umstand, dass Diepenseifen und Kasernenkommandant Hans-Peter Hohlweg gemeinsam zur MilAk gegangen waren. Darauf stießen sie gleich an.