Kleinstgruppe fix. Die Gemeinde wird einen Kindergarten für Ein- bis Zweieinhalbjährige schaffen. Start ist nach den Semesterferien.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 16. September 2014 (08:08)
Im Obergeschoß der ehemaligen Berufsschule wird die Kleinstkinderbetreuung für Ein- bis Zweieinhalbjährige geschaffen. Hier können gleichzeitig 15 Kinder betreut werden.
NOEN, Michael Pfabigan

Jetzt ist es fix: Ab dem Semesterbeginn nächsten Februar wird es in Mistelbach Kinderbetreuung für Kinder zwischen einem Jahr und 2,5 Jahren geben. „Und nur wegen der Gemeinderatswahl am 25. Jänner starten wir jetzt auch nicht früher“, macht Pohl klar, dass die Kleinstkinderbetreuung alles nur kein Wahlkampfgag sei.

Personal und Umbau wird gefördert

Der Wunsch nach einer derartigen Betreuungseinrichtung in der Stadt ist alt und scheiterte bislang an der Förderkulisse. Denn die Kosten sind nicht gerade gering. Und im Bezirk leistet sich bisher nur Wolkersdorf eine derartige Kinderbetreuung, in Staatz musste eine Kleinstkindergruppe mangels finanzieller Deckung geschlossen werden.

„Seit drei Wochen gibt es eine neue 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern, die die Förderung von Kinderbetreuungseinrichtungen regelt, deshalb ist das jetzt leistbar“, sagt Bürgermeister Alfred Pohl. Gefördert werden das Personal zu zwei Dritteln und auch die notwendigen Umbauarbeiten.

Untergebracht werden soll der Kleinstkindergarten wegen der zentralen Lage in der ehemaligen Berufsschule am Konrad von Hötzendorf-Platz. Platz soll für 15 Kinder gleichzeitig in zwei ehemaligen Klassen geschaffen werden.

„Wollen Mistelbacher Familien ein Angebot machen"

„Dass das jetzt möglich ist, ist ein großer Schritt für uns“, sagt Kindergarten-Stadträtin Dora Polke: „Es war schon frustrierend, jedes Jahr mit dem Wunsch nach St. Pölten zu fahren und immer eine Absage zu bekommen!“

Erhoben wurde der konkrete Bedarf in der Stadtgemeinde zur Betreuung von Ein- bis Zweieinhalbjährige noch nicht. Pohl und Polke gehen aber davon aus, dass er vorhanden ist. „Grundsätzlich wollen wir Mistelbacher Familien ein Angebot machen, wenn dann noch Restplätze frei sind, werden wir die auch an Familien von außerhalb vergeben“, sagt Pohl.

Ob der Kleinstkindergarten, der von der Gemeinde betrieben werden soll, für immer in der Landesberufsschule bleiben wird, wird die Zeit zeigen. Denn auch reguläre Kindergärten werden gebaut: In drei bis vier Jahren soll einer im Bereich Försterweg entstehen. Möglicherweise wird dann Platz im Kindergarten Stadt - von der baulichen Substanz her der mit den kleinsten Gruppenzimmern - also Platz für die ganz Kleinen.