560 Gewürze für die Nuss am Stühof. Der Stühof bietet Walnüsse in sämtlichen geschmacklichen Variationen an.

Von Werner Kraus. Erstellt am 23. Januar 2021 (03:29)
Walnüsse als süße oder pikante Knabbernüsse werden von Alexander Tettinek und Florian Stangl am Stühof hergestellt.
Werner Kraus

Alexander Tettinek und Florian Stangl haben gemeinsam in Stützenhofen ein Haus mitsamt einer Nussbaum-Plantage gekauft. Da lag es nahe, die Produktivität der Bäume geschäftlich zu nutzen.

Tettinek und Stangl lösten die Nüsse aus, um sie bei verschiedenen Märkten zu vertreiben, doch dann kam dem gelernten Hotelfachmann Tettinek die Idee: Er und sein Kollege bieten die Walnüsse nun karamellisiert und als süße oder pikante Knabbernüsse an.

„Oft entstehen neue Mischungen in einigen Tagen oder erst in drei Monaten.“ Alexander Tettinek, Nuss-Veredler

Die Rezepte dafür entstehen im Kopf und Mixturen werden aus 560 verschiedenen Gewürzen zusammengestellt. „Es braucht dann aber immer den gewissen Kick und oft entstehen neue Mischungen in einigen Tagen oder erst in drei Monaten“, erzählt der Nuss-Gewürzexperte Tettinek.

Der Stühof führt sogar Walnussöl im Sortiment und bietet speziell für Winzer die Veredelung zu eigenen Rotwein-Karmellnüssen. Die jüngste Errungenschaft der beiden Nuss-Veredler sind die Apfelstrudel Knabbernüsse: Sie schmecken wie Großmutters Apfelstrudel und sind sehr beliebt. Auch für 2021 haben sich Tettinek und Stangl schon einige neue Kreationen vorgenommen.

Mit ihrem Nuss-Geschäft fügen sie sich fließend in die Ortschaft: „2014 wurde der Stühof gegründet und hat schon im Namen den engen Bezug zu Stützenhofen und zum Weinviertel“, betont Tettinek. Da der Nussbaum eng mit dem Weinviertel verbunden ist, kauft der Stühof auch Nüsse zu, die dann im Betrieb veredelt werden. „Ältere Menschen beschäftigen sich gerne mit dem Nussauslösen und bekommen so einen fixen Abnehmer“, betont Florian Stangl, der sich um den Vertrieb kümmert.

Glücklicherweise haben er und Tettinek im Vorjahr den Vertrieb über die Winzer, Geschäfte und Gastronomie ausgeweitet. „So sind wir gut über die Runden gekommen. Früher waren wir zu 50 Prozent von Märkten abhängig“, erzählt Florian Stangl. Froh können die zwei Unternehmer auch über die Hilfe durch Stangls Oma Hilde Ragoner sein: Die Falkensteinerin sorgt für die komplette Etikettierung. „Ohne sie wären wir echt aufgeschmissen“, erzählt Alexander Tettinek, der aufgrund des Erfolges der Weinviertler Knabbernüsse den Stühof ausbauen wird.

Über die Weinviertler Knabbernüsse kann man sich auf www.knabbernuesse.at informieren. In Poysdorf sind sie im Saftladen erhältlich.