Rotes Kreuz in Laa: Weg frei für die Jugend. Rot Kreuz-Bezirksstellenleiter Robert Thenmayer stellt sich altersbedingt nicht mehr der Neuwahl.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 06. März 2021 (03:49)
Robert Thenmayer ist seit 2009 Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Laa. Bei der Neuwahl der Funktion am 5. März stellt er sich nicht mehr der Wahl.
MichaelPfabigan

Bei den Wahlen zum Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Laa am 5. März wird Robert Thenmayer altersbedingt nicht mehr für diese Funktion zur Verfügung stehen. Er war elf Jahre an der Spitze der Laaer Bezirksstelle. Die NÖN sprach mit ihm über seinen Abschied, die Notwendigkeit zweier Bezirksstellen im politischen Bezirk Mistelbach und die Zukunft des Rettungswesens im Raum Laa. Nachfolger soll Patrick Wolfram werden.

NÖN: Sie stellen sich nicht mehr der Wahl als Bezirksstellenleiter in Laa: Warum? Wie lange waren Sie jetzt in dieser Funktion?

Robert Thenmayer: Ich bin seit dem Jahre 1991 bei der Rot Kreuz Bezirksstelle Laa an der Thaya tätig, anfangs war ich im Bezirksstellenausschuss und seit 2009 übe ich die Funktion des Bezirksstellenleiters aus. Da ich nun 69 Jahre alt bin, ist es an der Zeit die Führung in jüngere Hände zu legen.

Warum brauchen wir im politischen Bezirk zwei Bezirksstellen, was sind die Vorteile dieser Konstruktion?

Thenmayer: Die Bezirksstelle Laa gibt es seit dem Jahre 1894, wir sind mehr als 125 Jahre für die Menschen in unserer Region tätig. Coronabedingt konnte dazu keine Feier stattfinden, wir haben daher zu diesem Anlass im Rahmen der Kultur Hefte Laa eine Festschrift herausgegeben. In dieser haben wir versucht, unser Wirken und unsere Geschichte darzustellen.

Laa als kleine Bezirksstelle: Was sind hier die besonderen Herausforderungen? Wie werden sich diese in den nächsten Jahren verändern?

Thenmayer : Die Bezirksstelle Laa gehört in NÖ zu den mittleren Bezirksstellen, die besondere Herausforderung ist unsere Randlage im Grenzraum. Im Grenzland müssen wir daher immer der Gewinnung von freiwilligen Mitarbeitern einen hohen Stellenwert zuweisen. Über jeden neuen Interessenten für die Mitarbeit beim Roten Kreuz freuen wir uns natürlich sehr. Eine breite Palette von Leistungen für die Menschen wird täglich von ca. 140 freiwilligen und hauptberuflichen Mitarbeitern, Zivildienstleistenden und TeilnehmerInnen des Freiwilligen Sozialjahres angeboten. Von unserer Dienststelle werden jährlich ca. 10.000 Einsatzfahrten durchgeführt.

Wie schaut es beim Roten Kreuz Laa mit Nachwuchs aus?

Thenmayer : Wir versuchen, dem Nachwuchs mit einer eigenen Jugendgruppe einen besonderen Stellenwert zu geben.

Ist grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Rettungskräfte für euch ein Thema?

Thenmayer : Der grenzüberschreitende Rettungseinsatz ist seit längerer Zeit bereits geregelt und somit kein Problem.

Wie sehr belastet euch die Coronapandemie in der täglichen Arbeit? Wann seid ihr mit der Impfung dran?

Thenmayer : Die Coronapandemie ist natürlich eine große Herausforderung. Durch die strikte Einhaltung der Coronaschutzmaßnahmen halten wir die direkten Auswirkungen niedrig. Wir stellen täglich Personal für die diversen Teststraßen, wobei natürlich der Rettungsdienst auch im vollen Umfang aufrecht erhalten werden muss. Die Mitarbeiter im Rettungsdienst haben diese Woche die erste Teilimpfung erhalten.

Wohin wird sich das Rettungswesen im Land um Laa entwickeln?

Thenmayer : Seit 1.1. ist ein neuer Rettungsdienstvertrag mit dem Land NÖ in Kraft getreten, dieser gibt im ganzen Land die Entwicklung des Rettungsdienstes vor.