Auersthaler Autorin Eva Rossmann: „Das ist Stoff für einen Krimi!“

Erstellt am 16. August 2022 | 09:08
Lesezeit: 3 Min
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Eva Rossmanns neues Buch „Tod einer Hundertjährigen“ spielt teilweise ihn ihrer zweiten Wahlheimat Sardinien. Thematisch geht es in dem Mira Valensky-Krimi um die Gesundheitsindustrie.
Foto: DanielaZedda
Autorin Eva Rossmann präsentiert den Krimi rund um die Gesundheitsindustrie.
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Wie die Präsentationstermine ihrer Bücher festgelegt werden? „Das macht die Gemeinde Auersthal“, lacht Krimiautorin Eva Rossmann: „Die schreiben in den Jahresveranstaltungskalender immer rein, dass ich mein Buch am ersten Dienstag im September beim Döllinger präsentiere. Wie kann ich da anders?“ Und ein paar Tage darauf präsentiert sie das neue Buch auch in Manfred Buchingers Riedenthaler Haubenlokal, wo sie in ihrer Freizeit kocht.

Ab 23. August startet der Verkauf des 21. Mira Valensky-Krimis der Wahlweinviertlerin: „Tod einer Hundertjährigen“, in dem sie sich dem Thema Gesundheitsindustrie widmet. Wie kam sie auf das Thema? „Meine Neffen sind engagierte Ärzte, meine Schwester ist klinische Psychologin und Psychotherapeutin. Nicht erst seit Corona beschäftigt sie, wie Menschen mit sogenannten alternativen Heilmethoden geködert werden“, erzählt Rossmann: „Schon nach den ersten Recherchen habe ich gewusst: Das ist der Stoff für einen Krimi.“

Einen Teil der Handlung lässt die Auersthaler Krimiautorin auf Sardinien spielen. Mittlerweile lebt sie einen Teil des Jahres auf der Mittelmeerinsel: „Da will ich darüber erzählen. Dazu noch das Phänomen, dass die Menschen in den sardischen Bergen so alt werden, wie sonst kaum wo auf der Welt. Wenn das kein guter Stoff ist“, findet Rossmann. Sardinien sei mehr als Sommer, Strand und Meer – auch wenn das aus ihrer Sicht ausreichen würde. Im Hochland von Sardinien ist die Landschaft ursprünglich, rau, dazwischen gibt‘s immer wieder, wie aus der Vogelperspektive, den Blick aufs Meer, schwärmt die leidenschaftliche Köchin: „Das Essen: von der cucina povera, von der ich im Buch erzähle, bis hin zu einheimischen Langusten – einfach großartig.“ Aber letztlich seien es dann wohl doch diese ganz besonderen Menschen, die sie anziehen: Eigenständig und doch offen, gastfreundlich und mit einem wunderbaren Sinn für Humor.

"Ich kann mehr tun, als mich zu ärgern oder Dinge schweigend hinzunehmen. Ich kann recherchieren und darüber schreiben“

Für die Themen ihrer Bücher geht sie mit offenen Augen durch die Welt: „Man braucht bloß mit offenen Augen und Ohren unterwegs zu sein. Ich kann mehr tun, als mich zu ärgern oder Dinge schweigend hinzunehmen. Ich kann recherchieren und darüber schreiben“, sagt die Autorin.

Und wie merkt sie sich das Thema dann? Schreibt sie es in ein Büchlein, schickt sie sich selbst eine WhatsApp-Nachricht? „Wenn ich eine Idee hab, dann bilde ich mir ein, dass sie so gut ist, dass ich sie mir sicher merke“, lacht die Auersthalerin: „Oft ist es allerdings so, dass ich sie zwei Stunden später trotzdem vergessen habe.“ Letztlich, glaubt sie, wenn ein Thema interessant genug ist, dann stößt sie immer wieder darauf. Und irgendwann merke sie es sich und bekomme Lust, darüber mehr zu wissen. „Also mach ich es nach wie vor umgekehrt. Ich halte das Thema nicht fest, sondern ich warte darauf, dass es mich nicht mehr loslässt.“

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